Zu wenig Kitaplätze, Streit um Beiträge und mehr Geld für Jugendarbeit
20.04.2026Jugendhilfeausschuss Hilden diskutierte über fehlende Betreuungsplätze, Beiträge und die Zukunft des Area51
Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Hilden hat sich in seiner letzten Sitzung am 5. März 2026 mit zentralen Themen für Familien beschäftigt. Im Mittelpunkt standen fehlende Kitaplätze, mögliche Änderungen bei Elternbeiträgen und die Stärkung der Jugendarbeit.
Ein drängendes Problem bleibt die Kinderbetreuung. Aktuell fehlen rund 130 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 56 Plätze für ältere Kinder. Neue Plätze sind zwar geplant, werden aber erst gegen Ende des Jahres 2026 verfügbar sein.
Besonders angespannt ist die Lage im Hildener Westen, wo es weiterhin zu wenige Angebote für kleine Kinder und Kinder mit besonderem Förderbedarf gibt.
Auch über die Kosten für Familien wurde diskutiert. Die SPD beantragte, die Elternbeiträge zu überprüfen und bei hohen Einkommen stärker zu differenzieren.
Konkret bedeutet das: Für Familien mit mehr als 120.000 Euro Jahreseinkommen sollen künftig zusätzliche Einkommensstufen und höhere Beiträge eingeführt werden. Ziel ist eine feinere Staffelung und natürlich höhere Einnahmen für die Stadt. Wie hoch die Beiträge künftig genau sein werden, ist noch offen. Die Verwaltung soll dazu erst konkrete Zahlen und Modelle vorlegen.
Im Fachausschuss fand der SPD-Antrag noch eine Mehrheit. Bei der finalen Abstimmung im Stadtrat am 15. April 2026 allerdings nicht mehr. Der Vorschlag wurde von einer Mehrheit abgelehnt.
Für viele Familien wichtig: Eine direkte Entlastung wurde nicht beschlossen.
Ein Vorschlag, Haushalte mit weniger als 35.000 Euro Jahreseinkommen komplett von Beiträgen zu befreien und die Staffelung insgesamt neu zu ordnen, fand keine Mehrheit im Ausschuss.
Auch beim Thema Mittagessen in Schulen und Betreuungseinrichtungen gab es Diskussionen. Die Kosten sollen weiterhin die tatsächlichen Ausgaben decken. Konkrete neue Preise wurden jedoch nicht festgelegt. Künftig soll die Politik stärker eingebunden werden, wenn sich die Preise ändern.
Mehr Unterstützung erhält die Jugendarbeit: Für das Jugend- und Kulturzentrum Area51 wurde ein Maßnahmenpaket beschlossen. Geplant sind mehr Öffnungszeiten, zusätzliches Personal und ein Budget von 25.000 Euro für Veranstaltungen und Ferienangebote.
Der Stadtrat hat dieses Votum mehrheitlich bestätigt.
Ein Antrag zur zusätzlichen Finanzierung von Ferienangeboten wurde dagegen abgelehnt. Gleichzeitig wurde Kritik laut, dass es zu wenige inklusive Angebote für Kinder mit Behinderungen gibt. Hier will die Verwaltung nachbessern.
Positiv für viele Familien: Das Sprachförderprogramm für Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von ein bis drei Jahren wird für weitere drei Jahre fortgeführt. Auch das hat der Stadtrat einen Monat später bewilligt.
Weitere Berichte etwa zu Sozialleistungen oder dem Bildungs- und Teilhabepaket wurden vorgestellt, führten jedoch zu keinen neuen Beschlüssen.
Bericht: LT
Quelle: Stadt Hilden
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