Die inspirierende Welt der Frida Kahlo – durch die Augen Hildener Jugendlicher betrachtet

19.06.2026

Die Seele auf Leinwand und Fotopapier: Helmholtz-Kunstkurs präsentiert Selbstporträts im Stil der mexikanischen Künstlerin

Frida Kahlo (1907 bis 1954) fasziniert bis heute Menschen auf der ganzen Welt – auch junge Generationen. Wie nachhaltig das Leben und Werk der mexikanischen Künstlerin berühren können, zeigte sich beim Kunstkurs Q1 der Jahrgangsstufe 12 am Helmholtz-Gymnasium in Hilden. Bei einer Führung durch die Ausstellung „Die Augen der Frida Kahlo – eine fotografische Hommage“ im Wilhelm-Fabry-Museum an der Benrather Straße ließ sich der Kurs von Lehrerin Alessa Nitsch von den Fotografien von Bert Loewenherz inspirieren und entwickelte eigene Selbstporträts im Stil der berühmten Malerin.

Entstanden sind Fotografien und Gemälde, in denen die 16 Jugendlichen ihren Gefühlen, Gedanken und Stimmungen Ausdruck verleihen. Die Arbeiten sind vom 20. Juni bis zum 30. August 2026 in der Historischen Kornbrennerei zu sehen – parallel zur Werkschau im gegenüberliegenden Fabry-Museum.

 

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Frida Kahlo war nicht nur eine außergewöhnliche Malerin, sondern auch eine Persönlichkeit, deren Leben von Schicksalsschlägen und gesundheitlichen Herausforderungen geprägt war. Die Folgen eines schweren Unfalls begleiteten sie über Jahrzehnte und fanden immer wieder Eingang in ihr künstlerisches Schaffen.

Davon angeregt setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Biografie auseinander und nutzten das Gesamtwerk von Kahlo, um eigene Gefühle und Erfahrungen kreativ sichtbar zu machen.

 

Zwischen Schmerz, Hoffnung und Lebensfreude: Wenn Kunst zur Sprache der Gefühle wird

Zum Beispiel Alara (Foto oben r.): Die 17-Jährige mit deutsch-türkischen Wurzeln fühlt sich beiden Kulturen eng verbunden und stellt diese zwei Welten unter anderem durch die Farben der deutschen Flagge, ein traditionelles türkisches Gewand, einen Olivenzweig sowie weitere landestypische Symbole dar. Damit möchte sie ihre Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Kulturen verdeutlichen – dargestellt in einer typischen Frida-Kahlo-Pose.

 

Crispin (18, l.) beschäftigt sich in seinem Werk mit den Schattenseiten des Lebens. Auf seinem Selbstbildnis ist er von dunklen Krähen umgeben, ein herausgerissenes Herz symbolisiert tiefen Schmerz und seelische Verletzlichkeit. Sein Bild greift damit existenzielle Gefühle auf, die auch im Werk Frida Kahlos immer wieder eine Rolle spielten.

 

Ganz andere Akzente setzt Emilia (2.v.r.). Die 17-Jährige versprüht in ihrer Interpretation Lebensfreude und Zuversicht. Farbenfrohe Sonnenblumen, pochende Herzen und ein vor Glück strahlendes Gehirn kursieren auf ihrem Bild. „Ich möchte mit positiven Gefühlen durch mein Leben gehen“, sagt sie. „Denn positives Denken macht vieles einfacher.“ Frida Kahlo habe nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens gestanden, „aber sie hat das Beste daraus gemacht“, findet Emilia.

 

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Auch Danijela (2.v.l.) verarbeitet in ihrem Werk eindrucksvoll und intensiv sehr persönliche Erfahrungen. Die 17-Jährige lebt mit einer Epilepsie und hat sich bewusst dafür entschieden, offen damit umzugehen. „Ich möchte anderen Menschen Mut machen, über ihre Krankheit zu sprechen“, sagt sie. In ihrem Bild sitzt sie in Patientenkleidung vor einem Himmel, über den dunkle Wolken, Sturm und Blitze ziehen. Hinzu kommen Linien, die an EEG-Aufzeichnungen erinnern.

„All das passiert in meinem Kopf“, beschreibt Danijela ihre Gedanken und Gefühle. Die künstlerische Beschäftigung im Stil Frida Kahlos habe ihr geholfen, einen eigenen Umgang mit ihrer Situation zu finden.

 

Vernissage beim Sommerfest im Fabry-Museum

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 20. Juni, im Rahmen des Sommerfestes des Fabry-Museums. Beginn ist um 15 Uhr.
Für die musikalische Begleitung sorgt das Hildener Jazztrio „Last Minute“, das Songs von Frank Sinatra, Nat King Cole, Louis Armstrong und weiteren Größen des Genres im Gepäck hat.

 

Natürlich kann dann auch die Ausstellung „Die Augen der Frida Kahlo – eine fotografische Hommage“ besichtigt werden.

 

Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de

 

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