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Vom 3. bis 7. Juni 2026 verwandeln sich erneut ausgewählte Locations in Hilden in Bühnen für insgesamt 14 hochkarätige Jazzkonzerte in familiärer Atmosphäre. Mehrere Konzerte werden jährlich vom Westdeutschen Rundfunk mitgeschnitten oder live übertragen.

  

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Peter Baumgärtner (Archivfoto: R. Weniger)

 

Der Festivalpass Plus, der zum Besuch aller Konzerte vom 3. bis 7. Juni 2026 berechtigt, kostet 88 Euro.
Für die Konzerte vom 4. bis 7. Juni 2026 ist ein Festivalpass für 68 Euro erhältlich.
Tagestickets sind ab 30 Euro (Normalpreis – reduzierte Tickets verfügbar) erhältlich.

 

Ticketverkauf unter www.hildener-jazztage.de

 

Programm der Hildener Jazztage 2026

Eröffnungskonzert: Mittwoch, 3. Juni – Kunstraum Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64
20 Uhr – Clara Haberkamp

Die Eröffnung der Hildener Jazztage findet traditionell im Kunstraum Gewerbepark-Süd in der Hofstraße 64 statt. Den Auftakt macht um 20 Uhr die Pianistin, Komponistin und Sängerin Clara Haberkamp mit "sinnlichem und zupackenden Jazz mit Drive und Kanten" (Bayerischer Rundfunk).

Die ausgezeichnete Musikerin Clara Haberkamp gewann zwischen 1998 und 2006 mehrfach „Jugend jazzt“ und „Jugend musiziert“ und war Mitglied im Landesjugendjazzorchester NRW sowie im Bundesjazzorchester. Sie studierte Jazzklavier in Berlin und später Komposition in Hamburg, wo sie 2017 ihr Masterstudium abschloss. Anschließend komponierte und arrangierte sie für verschiedene Ensembles und leitete 2021 ein Konzert bei „Young Euro Classic“.
Mit dem Clara Haberkamp Trio veröffentlichte sie mehrere Alben und erhielt u.a. Nominierungen für den ECHO Jazz.
Ihr Album „Reframing the Moon“ wurde 2021 veröffentlicht und international beachtet.
2022 erschien mit neuer Besetzung das Album „Plateaux“, begleitet von zahlreichen Festivalauftritten.
Neben eigenen Projekten arbeitete sie als Sidewoman mit verschiedenen Künstlern und gründete mehrere Ensembles und Duos. 2025 wurde sie mit dem Westfalen Jazzpreis ausgezeichnet.

 

Mittwoch, 3. Juni – Kunstraum Gewerbepark-Süd
21:30 Uhr – Accordion Affairs

Was klingt wie ein Quartett sind sind die drei Musiker Jörg Siebenhaar (Akkordeon & Piano), Konstantin Wienstroer (Bass) und Peter Baumgärtner (Drums). Ein besonders eigener Sound entsteht durch Siebenhaars synchrones Bedienen von Akkordeon und Piano, was die Möglichkeiten von Arrangement und Improvisation erheblich erweitert. Akkordeon und Piano werden eins! Das Trio besticht durch die außerordentliche Dynamik von fast gehauchten bis zu hoch voluminösen Klängen, expressiv oder ultracool. Stilistisch offen reicht das Programm von Weltmusik verschiedenster Kulturen über Eigenkompositionen bis hin zu Interpretationen von Stücken des großen Akkordeonisten Richard Galliano, den Beatles oder des Gitarristen John Scofield.
Ein Trio aus Bass, Schlagzeug und Akkordeon/Piano spielt mit lässiger Virtuosität zärtliche, sommerliche Songs voller Lebensfreude – lebendig und vibrierend, zart und zerbrechlich, schmerzhaft und hoffnungslos, immer hingebungsvoll und manchmal introvertiert.


Donnerstag, 4. Juni 2026 – Jazz im Park – Haus Horst, Horster Allee 12-22, 40710 Hilden
15 Uhr - Ella Zirino Trio

Ella Zirina ist eine in Amsterdam lebende Jazzgitarristin, Komponistin und Bandleaderin mit ausgeprägter Leidenschaft für die unterschiedlichen Texturen und Klangfarben ihres Instruments. Ihre Kompositionen basieren auf melodischen Improvisationen, die eine persönliche und emotionale Klangwelt schaffen.
Begleitet wird sie u.a. von Schlagzeuger Jamie Peet und Bassist Felix Moseholm.
Beide sind gefragte Musiker der europäischen Jazzszene mit internationalen Projekten und Auszeichnungen. Das Trio tritt europaweit bei renommierten Festivals und in Clubs auf.

 

Donnerstag, 4. Juni 2026 – Jazz im Park – Haus Horst
16:45 Uhr – Kinga Głyk & Band

Die polnische Bassistin Kinga Głyk spielte früh in der Familienband ihres Vaters und stand bereits mit zwölf Jahren auf der Bühne. Heute zählt sie zu den spannendsten Bassistinnen ihrer Generation. Ihr Mix aus Jazz, Funk und Blues fasziniert nicht nur Fans weltweit, sondern zieht auch die Anerkennung der Kritiker auf sich. Mit virtuosem Spiel, einem einzigartigen Groove und einer charismatischen Bühnenpräsenz hat sie sich als feste Größe in der internationalen Jazzszene etabliert. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise und Nominierungen, darunter den Deutschen Jazzpreis.


Donnerstag, 4. Juni 2026 – Denkstation, Hofstraße 56-60, 40723 Hilden
20:00 Uhr – RoMi – 30 Jahre Hildener Jazztage Party

Roman und Mickey, kurz: RoMi, sind zu zweit, aber mehr als ein Duo. Eher eine Big-Band auf drei Quadratmetern. Ihr Sound ist so fett, satt und präsent, dass nichts mehr dazwischen passt. Die Melodien – darunter viele Eigenkompositionen – treibt Roman Babik aus den Tasten seiner Instrumente, einer Korg-Orgel aus den Siebzigern und einem Keyboard, Marke Nord. Gekonnt rotzig, wie es nur wenige beherrschen, und von raumgreifender Dynamik.

Synchron soliert Mickey Neher am Schlagzeug: Jeder Takt ist anders, einnehmend, packend, asskickin‘. Dabei nimmt er sich noch die Muße zu singen, wie der Held eines Actionfilms, der sich während einer Schießerei die Schuhe zubindet. Seine schnörkellose Stimme ist voller Blues und ergänzt das furiose Spektakel um eine weitere Ebene voller Live-Atmosphäre, die einem selbst aus ihrer neuen Studio-CD entgegen schlägt. Es ist Rhythm and Blues, Soul, Funk mit Jazz-Effekt: Man weiß nicht, was als Nächstes kommt, aber dass es weitergeht, das stellt der Groove außer Frage. Treibend, aufregend, selbst, wenn es poetisch wird: Diese Musik ist gewaltig sexy. Live verwandeln die beiden die Luft der kleinsten Bühne in satten Klang.

 

Freitag, 5. Juni – Stadthalle Hilden, Fritz-Gressard-Platz 1, 40721 Hilden
19:30 Uhr – The Jeff Hamilton Trio (US)

WDR3-Mitschnitt
Schlagzeuglegende Jeff Hamilton trifft auf den gefeierten Pianisten Tadataka Unno und den vielseitigen Bassisten Jon Hamar.

Gemeinsam präsentieren sie swingenden, modernen Jazz auf höchstem Niveau – virtuos, energiegeladen und voller Spielfreude.
Jeff Hamilton (Richmond, Indiana) ist ein bekannter Jazz-Schlagzeuger. Seinen Durchbruch hatte er 1974 mit dem New Tommy Dorsey Orchestra. Er spielte mit Ella Fitzgerald, Oscar Peterson und Diana Krall und war langjähriges Mitglied des Ray Brown Trios. Hamilton veröffentlichte zahlreiche Alben, tourt weltweit und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. als „Musiker des Jahres“ (2006).
Tadataka Unno (1980, Tokio) ist ein international anerkannter Jazzpianist. Nach seinem Studium zog er 2008 nach New York und arbeitete mit Hank Jones und Jimmy Cobb. Seit 2025 ist er Mitglied von Jeff Hamiltons Trio.

Der Jazzbassist Jon Hamar (Washington) ist seit über 20 Jahren eine feste Größe der Jazzszene und tritt seit 2018 regelmäßig mit dem Jeff Hamilton Trio auf.

 

Freitag, 5. Juni – Stadthalle Hilden
21 Uhr – WDR Big Band meets Jimmy Greene

WDR3-Mitschnitt

Jimmy Greene war sechs Jahre alt, als sein Vater ihm einen Song von Horace Silver auf dem Saxofon vorspielte. Es war die Initialzündung für eine beeindruckende Musikkarriere, die ihn bald wieder zu Horace Silver führte: Ende der 90er Jahre wurde Greene Mitglied von Silvers Quintett und spielte auf dessen letztem Studioalbum.
Als Teenager von Saxofon-Legende Jackie McLean unterrichtet, absolvierte Jimmy Greene sein Musikstudium an der Hartt School in Connecticut mit summa cum laude und ging anschließend nach New York, wo er u.a. mit Chick Corea und Rahsaan Roland Kirk spielte. 1999 veröffentlichte er sein Debütalbum als Bandleader, im Juli 2025 ist sein aktuelles Album „As We Are Now“ erschienen.
Mit seinem warmen und ausdrucksstarken Ton und stilistisch vielfältigen Kompositionen von Hard Bop über Gospel bis zu harmonisch komplexem Modern Jazz hat sich Greene als wichtige Stimme seiner Generation im Jazz etabliert.
Bei den 30. Hildener Jazztagen tritt Jimmy Greene erstmals zusammen mit der WDR Big Band auf – als Solist, Komponist, Arrangeur und als Dirigent.

 

Freitag, 5. Juni – Blue Note Bar, Hotel am Stadtpark, Klotzstrasse 22, 40721 Hilden
22:30 Uhr – Blue Note Special: Gregory Gaynair Trio

Das Gregory Gaynair Trio begeistert mit mitreißendem Jazz voller Soul, Blues und karibischer Einflüsse. Pianist Gregory Gaynair, begleitet von Jörn Henrich und Rolf Behet, verbindet virtuoses Spiel mit großer stilistischer Vielfalt – ein energiegeladenes Konzerterlebnis mit eigenen Kompositionen und Jazzklassikern.


Samstag, 6. Juni – Stadthalle Hilden, Fritz-Gressard-Platz 1, 40721 Hilden
19 Uhr – RE:Calamari
WDR3-Mitschnitt
Mit ihren vier außergewöhnlichen Akteur:innen der europäischen Jazzszene ist RE:CALAMARI eine Band voller energetischer Präsenz, »die virtuos und lustvoll lautmalend mühelos die Schwerkraft überwindet« (Kölner Stadtanzeiger). Der NDR bezeichnet das letzte Album RE:CALAMARI 2 als »kollektive Ortsbestimmung des neueren Jazz«, und der WDR kürte es zu »einem der bemerkenswertesten Alben des Jahres«.
Die unverkennbare Handschrift von Oliver Lutz’ und Pablo Helds Kompositionen prägt den Sound der Band. Ihre Musik ist dynamisch, lebendig und macht jedes Konzert zu einer unvergesslichen Entdeckungsreise – ein sinnliches Erlebnis, das gehört und gefühlt wird und Erinnerungen an die Ära des Fusion/Weather Report aufblitzen lässt.

 

Samstag, 6. Juni – Stadthalle Hilden
20:30 Uhr – Jazzpool NRW „Three Generations“

WDR3-Mitschnitt

Jazzpool NRW präsentiert ein innovatives Projekt, das die Vielfalt der NRW-Jazzszene mit internationalen Einflüssen verbindet. Mit dabei sind herausragende Musiker wie Trompeter Ryan Carniaux, Saxofonist Wolfgang Schmidtke und Kristina Brodersen sowie weitere profilierte Künstler der Szene. Gemeinsam entsteht ein spannendes Programm zwischen zeitgenössischem Jazz, Improvisation und globalen Klangtraditionen – facettenreich, kreativ und voller Energie.


Samstag, 6. Juni – Stadthalle Hilden
22 Uhr – normal II

WDR3-Mitschnitt

„Jazz is a Call for Freedom“ – Unter dem Titel „normal“ bringt das Axel Fischbacher Trio schon seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder Musikerinnen und Musiker mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen auf einer Bühne zusammen.

„Unsere Musik entsteht durch unsere Leidenschaft für Freiheit, Frieden und soziale Verantwortung. So geht Jazz. normal II ist aus dieser Haltung heraus entstanden.“

Mit dem Auftritt bei den Hildener Jazztagen stellt die Band ihr neues Album „normal II“ vor.

 

Sonntag, 7. Juni – Gewerbepark-Süd
14:30 Uhr – Preisträgerkonzert Jugend jazzt

Preisträgerkonzert Jugend jazzt des Bundeswettbewerbes „Deutscher Musikrat“. Bekanntgabe nach dem 17. Mai.
Alle zwei Jahre trifft sich bei der Bundesbegegnung Jugend jazzt der talentierteste Jazznachwuchs Deutschlands. Junge Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten Bundesgebiet – mit ihren Jazzensembles von bis zu zehn Mitgliedern – haben hier die einmalige Gelegenheit, ihr Können vor einer renommierten Jury und einem begeisterten Publikum unter Beweis zu stellen.
Zwar ist Jazz von Natur aus geprägt durch Freiheit, Improvisation und Individualität – und weniger durch Wettbewerb im klassischen Sinne. Doch wer sich im Jazz ausdrücken will, sucht die Bühne und damit auch den künstlerischen Vergleich. Die Bundesbegegnung bietet genau diesen Raum – als Plattform, Wettbewerb und Festival zugleich.

 

Sonntag, 7. Juni – Gewerbepark-Süd
15:45 Uhr – Andrés Coll Cosmic Trio

WDR3-Mitschnitt

Das Andrés Coll Cosmic Trio verbindet tief verwurzelte musikalische Traditionen mit kühner, genreübergreifender Improvisation. Dieses Ensemble ist nicht nur ein Zusammentreffen virtuoser Spieler, sondern auch eine tiefe Freundschaft, die aus der gemeinsamen Verbindung mit dem legendären Pianisten Joachim Kühn entstanden ist – einer Figur, deren Einfluss ihre künstlerischen Wege geprägt hat.

Zu dem Trio gehören Andrés Coll an der elektrischen Marimba, dem Klavier und den Kastagnetten, Mateusz Smoczyński, ein polnischer Geiger und Komponist, der eine Brücke zwischen Jazz und Klassik schlägt, und Ramón López, ein spanischer Schlagzeuger, dessen weltweite Karriere von der indischen Tabla über Avantgarde-Jazz bis hin zur Zusammenarbeit mit Ikonen wie Pharoah Sanders, Archie Shepp und Rashied Ali reicht.

 

Ihr neuer Sound, „Avant-Groove“, verbindet die expressive Freiheit der Avantgarde mit den rhythmischen Grundlagen ihrer Heimatländer. Von Spanien bis Polen kanalisiert das Trio jahrhundertealte Traditionen in eine Musik, die roh, ausdrucksstark und unverkennbar modern ist – eine neue Welle des europäischen Jazz.

 

Sonntag, 7. Juni – Gewerbepark-Süd
17  Uhr – Lighthouse Trio (UK)

WDR3-Mitschnitt

Vor zwanzig Jahren rief Tim Garland sein Lighthouse Trio ins Leben – eine wirklich einzigartige und beeindruckende akustische Band, bei der die musikalische Kommunikation im Vordergrund steht. 2024 feiert dieses internationale Trio sein 20-jähriges Jubiläum.

Viele werden den mit einem Grammy ausgezeichneten Saxophonisten Tim Garland aus seiner langen Zusammenarbeit mit Chick Corea kennen, Gwilym Simcock aus seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Pat Metheny und Asaf Sirkis als Schlagzeuger von Soft Machine.

 

Gefördert wird das Festival seit Jahren vom Land NRW sowie durch zahlreiche Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft wie zum Beispiel durch die Stiftung Sport und Kultur, die Sparkasse HRV, die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, den Kreis Mettmann, den WDR, die Rheinische Post, das Polnische Kulturinstitut, 3M, den Gewerbepark-Süd, Haus Lörick e.V., das Hotel am Stadtpark Hilden, HRB & Partner, die Stadtwerke Hilden und zahlreiche andere, die das Festival seit Jahren verlässlich begleiten.

Seit 2023 wird das Festival von der gemeinnützigen Jazzförderung Rhein-Ruhr gGmbH getragen, die für professionelle Strukturen und nachhaltige Entwicklung sorgt. Ziel ist es, die kulturelle Strahlkraft der Jazztage langfristig zu sichern und weiter auszubauen.