Weihnachtsmarkt 2026: Kein Platz mehr für Vereine auf dem Alten Markt
05.10.2026SPD hakt nach: Was sich ab diesem Jahr ändern soll – Winterdorf wird vergrößert
Kaum zu glauben: In nicht einmal mehr zwei Monaten sind wir mitten in der Adventszeit. Dann wird auch wieder das Winterdorf auf dem Alten Markt in Hilden geöffnet sein. Und die Plenkers & Mey GbR wollen dies ab jetzt etwas größer anlegen als bisher. Das wiederum wird wird sich auf dem „großen“ Hildener Weihnachtsmarkt bemerkbar machen, der wie gewohnt am 1. Adventswochenende vom 27. bis 29. November 2026 vom Stadtmarketing/Citymanagement organisiert wird. Bisher haben einige Vereine dort eine Bude betrieben – und das könnte sich nun ändern.
Da ist die SPD-Ratsfraktion hellhörig geworden: Verlieren nun die Vereine ihren Stand auf dem Alten Markt wegen der Neuausrichtung des Winterdorfes? „Für viele Hildener Vereine ist der Weihnachtsmarkt eine wichtige Einnahmequelle“, schreibt Ratsfrau Hannah Hammer auf Instagram. „Wenn sich Standorte, Besucherströme oder Rahmenbedingungen verändern, kann das direkte Auswirkungen auf die Einnahmen und damit auf die Vereinsarbeit haben.“
Die SPD fordert daher einen „fairen Umgang mit unseren Vereinen“ sowie mehr Informationen und hat einen Fragekatalog an die Hildener Stadtverwaltung gesendet. Nun sind die Antworten da.

Alle Standplätze nur noch auf Mittelstraße
In der Tat: „Eine wesentliche Neuerung in diesem Jahr ist die erstmalige Nutzung der gesamten Fläche des Alten Marktes für das Winterdorf“, schreibt das Rathaus. „Dadurch steht der Platz nicht mehr für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung. Die vier Vereine, die in den vergangenen Jahren auf dem alten Markt einen Standplatz hatten, müssen in die Mittelstraße integriert werden.“
Die Betroffenen seien bereits „während des Weihnachtsmarktes im vergangenen Jahr über mögliche Änderungen informiert“ worden.
Und offenbar sieht die Verwaltung auch kein Problem darin, da dadurch mehr Gerechtigkeit entsteht, denn: „Generell wird davon ausgegangen, dass Standplätze auf dem Alten Markt höhere Einnahmen generieren können als Standplätze im Verlauf der Mittelstraße.“
Das bedeutet: „Durch den Wegfall der Standplätze auf dem Alten Markt ergibt sich die Möglichkeit, für alle teilnehmenden Vereine möglichst vergleichbare und faire Rahmenbedingungen zu schaffen. Ziel ist es, jedem Verein die gleichen grundsätzlichen Möglichkeiten zu bieten, mit seinem Angebot Besucherinnen und Besucher zu erreichen und damit Einnahmen für die jeweilige Vereinsarbeit zu erzielen.“
Bewerber können außerdem einen Wunschstandort angeben: „Dieser wird bei der Planung selbstverständlich soweit möglich berücksichtigt, kann aufgrund der räumlichen Gegebenheiten und der dargelegten zu berücksichtigenden Anforderungen jedoch nicht zugesichert werden.“
Die Bewerbungsphase für die Standplätze läuft übrigens noch bis zum 12. Oktober 2026.
Neue Umwelt-Vorschriften: Mehrwegtassen und -becher und leicht reinigende Unterlagen
Neben der neuen Standplatzordnung gibt es noch eine weitere Neuerung zur Müllvermeidung: „Alle Stände, die Getränke ausschenken, sollen künftig ausschließlich Mehrwegbecher oder Mehrwegtassen verwenden“, erklärt die Verwaltung. „Einige Stände setzten bereits in der Vergangenheit erfolgreich auf Mehrwegbecher und ein Pfandsystem. Diese positiven Erfahrungen möchten wir künftig auf den gesamten Getränkebereich ausweiten.“
Jeder Standbetreiber ist somit dafür verantwortlich, eigenständig Becher bzw. Tassen bereitzustellen. Das Stadtmarketing wird ein Spülmobil anbieten.
Mehrweggeschirr wird noch nicht vorgeschrieben, „um die Teilnehmer und insbesondere Vereine nicht zu überfordern, sondern um allen die Möglichkeit zu eröffnen, zunächst Erfahrungen zu sammeln. Die gemachten Erfahrungen sollen nach dem Weihnachtsmarkt gemeinsam ausgewertet werden“, heißt es weiter.
Beim Verkauf von Lebensmitteln verlangt das Kreisgesundheitsamt außerdem seit diesem Jahr, den Boden mit einer Folie oder einer leicht zu reinigenden Unterlage auszulegen: „Hier übernimmt das Stadtmarketing die Organisation, sodass keine weitere Verpflichtung diesbezüglich auf die Vereine zukommt.“
Erstmals wird eine Broschüre mit einem Standplan herausgegeben.
Also: Wer einen Platz beim diesjährigen „großen“ Weihnachtsmarkt ergattern möchte, muss sich auf ein paar zusätzliche Anforderungen einstellen.
Und beim Winterdorf sollen sich die Besucherinnen und Besucher im Dezember auf mehr Angebote und Auswahl freuen.
Bericht: KA
Archivfoto: anzeiger24.de
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