„Tochter in Unfall verwickelt“: Falscher Krankenhaus-Mitarbeiter betrügt Seniorin um Geld
21.10.202688-Jährige wurde am Telefon unter Druck gesetzt – Polizei warnt vor Masche
Erneut ist es Trickbetrügern gelungen, eine Seniorin aus Hilden mit einem „Schockanruf“ hereinzulegen: Am Dienstagmorgen, 20. Oktober 2026, klingelte das Telefon bei einer 88-jährigen Dame. Am anderen Ende der Leitung erklärte ihr eine unbekannte Frau, ihre Tochter sei in einen „schweren Unfall verwickelt worden“. Dadurch seien „hohe Kosten“ entstanden, die die Hildenerin umgehend begleichen müsse. Die Anruferin setzte ihr Opfer während des Telefonats unter einen erheblichen Druck, so dass diese die Angaben für sie glaubhaft erschien.
Gegen 11 Uhr stand ein Mann vor der Haustür der Seniorin im Bereich der Richrather Straße. Er stellte sich als Mitarbeiter eines Krankenhauses vor und nahm einen niedrige vierstellige Summe Bargeld entgegen.
Später erkannte die 88-Jährige, dass sie betrogen wurde, informierte einen Angehörigen, der die Polizei benachrichtigte.
Immerhin gibt es eine Personenbeschreibung des Abholers:
- circa 20 bis 25 Jahre alt
- circa 1,75 Meter bis 1,80 Meter groß
- längere dunkle Haare, nach hinten gekämmt
Die Polizei fragt: Wer hat am 20. Oktober vormittags im Bereich der Richrather Straße auffällige Beobachtungen gemacht oder verdächtige Personen gesehen? Hinweise nimmt die Wache in Hilden jederzeit unter 02103 898-6410 entgegen.
Zugleich warnt die Kreispolizei erneut vor derartigen Betrugsmaschen:
- Informieren Sie immer Angehörige und Nachbarn, wenn Sie Anrufe erhalten, die Ihnen verdächtig vorkommen.
- Erkundigen Sie sich persönlich nach dem Befinden Ihrer Verwandten, wenn diese angeblich in einen Unfall verwickelt worden sein sollen.
- Krankenhäuser, Staatsanwaltschaften und Polizei fordern niemals Kautionszahlungen am Telefon oder nehmen gar Bargeld am Hauseingang in Empfang.
- Lassen Sie zu keiner Zeit fremde Personen in Ihr Haus oder Ihre Wohnung.
- Rufen Sie im Zweifelsfall immer die Polizei unter 110!
Quelle/Symbolfoto: Kreispolizei Mettmann
bearb: KA
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