Stadtrat beschließt 23 Maßnahmen für mehr Klimaschutz in Hilden
05.10.2026Energetische Sanierungen, Entsiegelungen, Heizungsoptimierungen, Infoveranstaltungen und mehr
Mit 23 Maßnahmen soll die Stadt Hilden den lokalen Klimaschutz fördern. Der Stadtrat hat dazu mehrheitlich am 30. September 2026 den Weg freigemacht:
- Kommunale Wärmeplanung (Maßnahmenvorprüfung)
- Umstellung Fahrzeugpark auf möglichst emissionsarme Antriebstechniken
- Beschaffung vollelektrischer Fahrzeuge bei Ersatzbeschaffungen der Abfallbeseitigung
- Sicherung und Entwicklung des Stadtwaldes
- Sicherung, Pflege und Entwicklung der Moor- und Heidestandorte im Stadtwald
- Anlage / Erweiterung landschaftsgerechter Regenrückhaltebecken
- Entsiegelung von öffentlichen Verkehrsflächen
- Überprüfung der Potentiale zur Installation von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden
- Einführung Energiemanagementsystem
- Einführung intelligenter Thermostate
- Aufbau Messtechnik für Energiecontrolling (Pilotprojekt Gymnasium Holterhöfchen)
- Einführung einer Energiemanagement-Software
- Gebäudebewertung, Gebäudesteckbrief und Maßnahmenplanung für priorisierte Liegenschaften
- Einführung eines Energiesparprogramms an Schulen und Kitas
- Messtechnisch gestützte Heizungsoptimierung
- Umrüstung der Gebäudebeleuchtung auf LED-Technik
- Erarbeitung einer THG-Bilanz auf Basis der Erhebungen des Kreises Mettmann
- Entwicklung und Durchführung von Veranstaltungen zur Stärkung der Wahrnehmung der Themen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in der Öffentlichkeit
- Schaffung einer zentralen Informationsplattform zu Klimaschutz- und Klimaanpassungsthemen in Hilden
- WEG-Beratung
- Hildener Heizungsgespräche mit Fokus auf Wärmepumpe
- Ersatzneubau und energetische Sanierung der Feuerwehr- und Rettungswache
- Energetische Sanierung der Dr. Ellen-Wiederhold-Sporthalle

Die Fraktionen von AfD und FDP wollten noch einige Punkte ändern, bzw. herausstreichen, und zwar bei der Kommunalen Wärmeplanung, der Durchführung von Veranstaltungen, der Schaffung einer zentralen Informationsplattform, der Hildener Heizungsgespräche sowie bei der Feuerwehr- und Rettungswache.
Die Änderungsanträge fanden bei CDU, SPD, Grünen, Die Linke, Bürgeraktion/Piraten und Bürgermeister Claus Pommer jedoch keine Mehrheit.
AfD-Ratsherr Marlon Buchholz fragte außerdem, warum im Gebäudesektor kein Einbau von Klimaanlagen in dem Konzept vorgesehen seien. Dezernent Peter Stuhlträger erklärte, es gehe vor allem um energetische Maßnahmen. Klimaanlagen seien keine optimalen Instrumente für den Klimaschutz.
Nun müssen noch für jede einzelne Maßnahmen die Investitionen etatisiert werden. Die Finanzierung stehe dabei "unter dem Vorbehalt der Ergebnisse der Beratungen zum Haushalt 2027", ergänzt die Stadtverwaltung abschließend.
Bericht: KA
Fotos: Archiv anzeiger24.de
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