Protest gegen CO₂-Pipeline: BUND sammelt Unterschriften
16.10.2026Infostand in Hilden: „Monster-Leitung nicht einfach durchboxen“
Die erwartbaren Proteste gegen die geplante CO₂-Pipeline „Delta Rhine Corridor“ (DRC) der Open Grid Europe GmbH (OGE, nicht zu verwechseln mit der CO-Pipeline von Covestro) nehmen Fahrt auf. Hier die Hintergrund-Infos: Worum geht es?
Noch bis zum 26. Oktober 2026 können Bürgerinnen und Bürger im Beteiligungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen ihre Anregungen oder Bedenken offiziell einreichen.
Derweil macht der BUND im Kreis Mettmann mobil und organisiert einen ersten Infostand am Samstag, 17. Oktober 2026, von 11 bis 13 Uhr auf dem Alten Markt/am Axlerhof in der Innenstadt von Hilden. Interessierte können sich über die Kritik der Umweltschützer informieren und ggf. eine Einwendung gegen das Projekt unterschreiben.
„Die Unterlagen zu der Raumverträglichkeitsprüfung sind schwer zu verstehen und zu interpretieren“, sagt der Aktivist und BUND-Pressesprecher Dieter Donner (Archivfoto oben). „Deshalb haben wir für die Bürgerinnen und Bürger hier in Hilden und weitere Städte im Kreis Mettmann eine kurzgefasste Sammeleinwendung entworfen. Damit sollen der Bezirksregierung Düsseldorf die Kehrseite der Wünsche der OGE vor Augen geführt werden. In einer so dichtest besiedelten Stadt und einem dichtest besiedelten Kreis Mettmann kann eine solche Monsterpipeline nicht einfach durchgeboxt werden. Uns auch unsere wenigen Schutzgebiete brauchen unseren Einsatz zum Erhalt z.B. als Naherholungsraum.“
Auch die Stadtspitzen von Hilden und Langenfeld haben sich bereits gegen das Vorhaben ausgesprochen. Aus ihrer Sicht verträgt die Ballungsregion keine weitere Industrie-Rohrleitung mehr und fordert Alternativen. Mehr Infos dazu gibt es hier.
In Mülheim und Duisburg haben bereits Bürgerinitiativen gegen die Pläne demonstriert, weil für die Trasse auch Teile des Uhlenhorst-Waldes gerodet werden sollen.
Wie bei der CO-Pipeline ist also mit einem langjährigen Interessenstreit zwischen Wirtschaft, Politik und Bevölkerung zu rechnen. Und diese Proteste sind erst der Anfang.
Bericht: KA
Archivfotos: anzeiger24.de / BUND Kreis Mettmann
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