Neuer CCH-Vorstand: Hildener Karneval gerettet – Und wie sieht die Zukunft aus?

28.10.2026

Ohne Dachverband keine Tollitäten und kein Zoch – „Brauchtum nicht sterben lassen“

Diese Kamelle müssen sich die Hildener Jecken einmal auf der Zunge zergehen lassen: Für kurze Zeit stand das Carnevals Comitee (CCH) auf dem Kipppunkt. Denn im Frühjahr hatte sich der bisherige Vorstand – teilweise aus beruflichen Gründen – zurück gezogen, und es gab erst einmal keine Nachfolger. Nach einer Hängepartie und zwei Anläufen aber fand sich im Juni wieder ein Team zusammen, das die närrische Tradition fortsetzen und weiter pflegen will: Miriam Ksionzek, Rita Folkers, Sonja Lange-Sangiorgi und Gerd Weidmann (Foto oben v.l.).

 

Ein Glücksgriff in letzter Sekunde, denn: Ansonsten würde es wahrscheinlich kein Prinzenpaar, kein Hoppeditz-Erwachen und auch keinen Rosenmontagszug mehr in der Itter-Itter-Helau-Stadt geben.

Das Brauchtum ist also vorerst gesichert. Nun gilt es, mit dieser positiven Energie die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Denn es gibt viel zu tun.

 

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Hoppedine erwacht

Standesgemäß wird am 11. im 11. die Hoppedine Fanny aus ihrem Sommerschlaf erwachen. Das CCH kehrt dabei quasi zu den Wurzeln zurück: Nicht mehr in der Stadthalle, sondern wieder im Herzen von Hilden, auf dem Alten Markt, soll das Spektakel stattfinden. Allerdings ist Fanny eher eine Langschläferin, denn die Sause startet erst um 16.30 Uhr. Aus welcher Kiste sie diesmal entsteigen soll, bleibt natürlich ein Geheimnis.

 

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Wieder putzmunter: Die Hildener Hoppedine Fanny

 

Danach können die Jecken in den Sonnenuntergang hinein feiern.

 

Prinzenkürung

Auch dieser Termin ist leicht zu merken: Immer am ersten Samstag nach der Sessionseröffnung wird die glamouröse Kürung der Hildener Tollitäten zelebriert – in diesem Jahr also am 14. November in der Stadthalle, Beginn um 18.30 Uhr.

Inthronisiert werden das „große“ Prinzenpaar Eugen & Julia sowie das Kinderprinzenpaar Finja & Till.

Tickets zu 25 Euro pro Pappnase können unter [email protected] bestellt werden.

 

Rathaussturm, Altweiber-Party und Rosenmontag

Auch für den Höhepunkt der Vierten Hildener Jahreszeit zeichnet das CCH verantwortlich: Am Donnerstag, 4. Februar 2027, um 11.11 Uhr will das Narrenvolk das Bürgerhaus und später die Waldkaserne erobern.

An diesem Tag wird es auch wieder zwei Altweiber-Partys in der Stadthalle geben.
Erste Möglichkeit zum Ticketerwerb (11 Euro für 10 Uhr und 19 Euro für 16 Uhr) bietet sich beim Hoppedine-Erwachen.

 

Zum Hochamt am Rosenmontag, 8. Februar 2027, ist ganz Hilden buchstäblich aus dem Häuschen.
Der jecke Treck durchstreift vom Lindenplatz aus einmal das Stadtzentrum und verbreitet Frohsinn und Süßes.

 

CCH-Rosenmontag-Hilden-Zoch

CCH beim Rosenmontagszoch 2026


Und nach dem Zoch geht die Party auf dem Alten Markt weiter.

Es wird übrigens neuerdings Füchchen Alt und Wein vom Winzer Schmahl ausgeschenkt. Das beliebte Früh Kölsch bleibt im Angebot. 

 

Also so wie immer – allerdings ist das nicht selbstverständlich.

 

Zoch für zwei Jahre gesichert – und dann?

Denn ohne ein engagiertes Team vom CCH könnten solche Events weder organisiert noch finanziert werden.
„Allein der Zoch kostet unglaublich viel Geld“, betont Miriam Ksionzek. Absperrungen, Wurfmaterial, GEMA, Versicherungen, Gebühren und so viele andere Faktoren sind einzukalkulieren. Dank Sponsoren und Spenden sowie der Tatkraft der unentgeltlichen Helferinnen und Helfer kann ein solches Vorhaben gestemmt werden.

Und wie ist das CCH auf die nächsten Jahre gerüstet? „2027 und 2028 sind safe“, sagt die Vorsitzende. Für die Zeit danach muss sich das CCH aber neue Konzepte überlegen.

 

SpielPlus-Hilden

 

Und auch die anderen KG, die unter dem Dachverband CCH vereint sind, müssen sich wappnen: „Die Besucherzahlen bei den Sitzungen sind seit Corona zurückgegangen“, hat Miriam Ksionzek festgestellt. Darauf hat das CCH zwar keinen Einfluss, denn die einzelnen Vereine agieren autark.

Alle Termine und Infos zum Kartenvorverkauf gibt es im Veranstaltungskalender von anzeiger24.de.

 

Dennoch: „Wir brauchen neue Anreize, damit wieder mehr Besucher kommen.“ Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder zum gemeinsamen Austauschtreffen. Da sollten also auch diese Themen behandelt werden.

 

„Wir wollten den Verein auf keinen Fall sterben lassen“, sagt die 1. Vorsitzende Miriam Ksionzek – auch in dem Bewusstsein, wie aufwendig und zeitintensiv dieses Ehrenamt ist. An erster Stelle aber steht die Leidenschaft: „Wir leben für den Hildener Karneval.“

Und das hoffentlich noch für viele weitere Sessionen...

 

Bericht: KA
Fotos: CCH / Archiv anzeiger24.de

 

Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/

 

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