Nach langer Hängepartie: Leuchtbanner ist zurück

21.10.2026

Und was ist mit einem neuen Slogan?

Wer am heutigen Mittwoch, 21. Oktober 2026, am westlichen Eingang zur Mittelstraße einmal zum wolkenverhangenen Himmel aufblickte, dürfte es überraschend bemerkt haben: das altehrwürdige Banner „Hilden – Was liegt näher“ prangt wieder über dem Panorama der Innenstadt.

Die nicht mehr ganz so junge Lichtinstallation war defekt und wurde vom Stadtmarketing e.V. (nicht zu verwechseln mit dem Stadtmarketing im Citymanagement) auf eigene Kosten repariert. Die Stadt sollte dafür die Wiederaufhängung organisieren und finanzieren – das war der Deal.

Letzteres hat mehrere Monate gedauert, weil noch eine Genehmigung der Hauseigentümer Mittelstraße Nr. 113/115 und Nr. 84 eingeholt und eine „Zugprüfung“ durchgeführt werden musste.

Doch nun zum Beginn der „Winterzeit“, kann die Illumination also wieder erstrahlen.

 

SpielPlus-Hilden

 

Am anderen Straßenende wird die Leuchtanlage jedoch nicht mehr installiert, denn die Befestigungshaken befanden sich am früheren Reichshof, der 2014 abgerissen wurde. An der Gebäudewand des Neubaus (Atrium) gäbe es keine Befestigungsmöglichkeit mehr, sagt die Stadtverwaltung.

 

Haushaltslage: Kein Geld für Agentur

Was bislang allerdings unklar war: Soll der Claim „Hilden – Was liegt näher“ aus den 90er Jahren überhaupt noch weiter benutzt werden? Denn die Verwaltung hatte eigentlich den Plan, einen neuen Spruch kreieren zu lassen, da der bisherige „nicht mehr zeitgemäß“ sei und ohnehin auch in anderen Städten schon genutzt werde. Die jetzige Maßnahme sollte nur eine Zwischenlösung sein, bis ein frischer Slogan präsentiert wird. Das hatte auch der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing beschlossen.

 

Doch aus diesem Vorhaben wird wohl nichts, wie Bürgermeister Claus Pommer bei einem früheren Pressetermin auf Nachfrage erklärte. Der Grund überrascht nicht: Wegen der Haushaltslage könne jetzt keine Agentur beauftragt werden, die für viel Geld einen neuen Claim ersinnt.

 

Das dürfte die Anhänger und Bewahrer des Althergebrachten freuen. Beispielsweise sieht Ratsherr Jan Volkenstein (Grüne) darin „Nostalgie und Heimatgefühl“ oder gar ein „Kunstwerk“.

Und auch die SPD erklärte in einer früheren Stellungnahme: „Die Leuchtschrift ist ein emotional verankertes Wahrzeichen der Stadt. Ihre Wiederaufhängung setzt ein sichtbares Zeichen für Kontinuität, lokale Identität und die Wertschätzung gewachsener Stadtgeschichte. Der Claim besteht seit Jahrzehnten und verbindet Nähe, Zentralität und Lebensqualität auf prägnante Weise. (…) Die sichtbare Präsenz der Leuchtschrift in Kombination mit einer konsequenten Markenführung steigert Aufmerksamkeit, Aufenthaltsqualität und Besucherfrequenz. Eine klare Markenbotschaft unterstützt zudem den lokalen Handel und die Positionierung der Innenstadt.“

 

Bericht: KA

Foto: anzeiger24.de

 

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