Mehr Personal, höhere Kosten: Stadt Hilden legt neue Zahlen vor
13.03.2026Bericht zum Personalbestand und zur Kostenentwicklung per Ende 2025 wird im Hauptausschuss präsentiert
In der kommenden Sitzung des Hauptausschusses wird ein aktueller Bericht zum Personalbestand und zur Entwicklung der Personalkosten der Stadt Hilden vorgestellt. Die Vorlage gibt einen Überblick über Beschäftigtenzahlen, Ausbildungsaktivitäten sowie die finanzielle Entwicklung im Personalbereich zum Stichtag 31. Dezember 2025.
Personalbestand der Stadtverwaltung
Zum Jahresende 2025 beschäftigte die Stadt Hilden insgesamt 1.198 Personen, darunter auch 76 ehrenamtlich Tätige, etwa Übungsleiterinnen und Übungsleiter.
Der Stellenplan umfasst 894,76 Vollzeitstellen (VZÄ). Darin enthalten sind flexible Personalinstrumente, die nur bei Bedarf genutzt werden, darunter Vertretungsstellen im Verwaltungs- und Sozialbereich sowie in Kindertagesstätten, Überhangstellen für kurzfristige Personalbedarfe und eine Stelle für den Digitalisierungspool.
Hoher Anteil an Teilzeitbeschäftigten
Ein erheblicher Teil der Beschäftigten arbeitet in Teilzeit. 44 Prozent der Mitarbeitenden auf Planstellen sind nicht in Vollzeit tätig.
Die hohe Quote hängt laut Bericht nicht nur mit individuellen Arbeitszeitwünschen zusammen. In vielen Bereichen sind Teilzeitstellen strukturell vorgesehen, etwa bei Kräften im Offenen Ganztag, Küchenhilfen, Musikschullehrenden oder anderen im Stellenplan festgelegten Teilzeitpositionen.
Nachwuchsgewinnung bleibt wichtiger Schwerpunkt
Um künftige Personalbedarfe abzudecken, setzt die Stadt weiterhin auf die Ausbildung eigener Fachkräfte.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 bestanden insgesamt 67 Ausbildungs- und Qualifizierungsverhältnisse (Vorjahr: 68).
Davon entfallen
- 52 auf reguläre Ausbildungs- und Studiengänge, etwa in der Verwaltung, bei Feuerwehr und Rettungsdienst, im Erziehungsbereich sowie in dualen Studiengängen wie Soziale Arbeit oder Bauingenieurwesen.
- 15 auf Praktika und Freiwilligendienste.
Weniger befristete Beschäftigungsverhältnisse
Neben dem Stellenplan bestehen 57 weitere aktive oder ruhende Beschäftigungsverhältnisse, etwa wegen Elternzeit, Altersteilzeit oder besonderer Einsätze wie Brandsicherheitswachen.
Die Zahl befristeter Beschäftigungen ist deutlich zurückgegangen. Ende 2025 bestanden nur noch fünf befristete Arbeitsverhältnisse, vor allem für geförderte Aufgaben wie Alltagshelferinnen und -helfer in Kindertagesstätten.
Der Rückgang hängt unter anderem mit ausgelaufenen Förderprogrammen sowie der Übernahme früherer Honorarkräfte der Musikschule in unbefristete Beschäftigungen zusammen.
Personalkosten steigen stärker als geplant
Der Haushaltsplan 2025 wurde mit einer neuen Berechnungssystematik erstellt. Dabei wurden unter anderem eine Besoldungserhöhung für Beamte um 5,5 Prozent sowie eine angenommene Tariferhöhung von 2,25 Prozent für Tarifbeschäftigte berücksichtigt.
Das vorläufige Jahresergebnis zeigt jedoch höhere Kosten als ursprünglich geplant. Hauptgründe dafür sind:
- eine stärkere Tariferhöhung
- gestiegene Zusatzbeiträge der Krankenkassen,
- deutlich höhere Beihilfezahlungen, unter anderem durch einzelne sehr kostenintensive Behandlungsfälle,
- sowie eine Erhöhung der Abschlagszahlungen für Versorgungsleistungen.
Die vorgestellten Zahlen haben rein informativen Character sollen dem Hauptausschuss einen Überblick über die aktuelle Personalstruktur und die finanziellen Entwicklungen im Personalbereich geben.
Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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