Lärmaktionsplan: Nachts bitte langsamer fahren

28.11.2018

Hauptverkehrsstraßen sollen entlastet werden

In diesem Tagen werden auf den Hauptverkehrsachsen neue Schilder aufgehängt: Demnach gilt nachts zwischen 22 und 6 Uhr ein Tempolimit von 30 km/h. Die Maßnahme ist Teil eines Lärmaktionsplanes, den der Stadtentwicklungsausschuss 2016 beschlossen hatte. Betroffen sind besonders verkehrsbelastete Teilstrecken wie die Kirchhofstraße, Richrather Straße, Ellerstraße, Klotzstraße, Gerresheimer Straße und Hochdahler Straße.

Initiator war die SPD-Ratsfraktion, die so eine Entlastung für die Anwohner erreichen will. „Wir haben das Thema kontrovers diskutiert, aber dann eine Mehrheit bekommen“, erklärt Ratsherr Kevin Buchner. Tagsüber sei es schwierig, ein Tempolimit durchzusetzen, weil die Straßen teilweise schon voll sind und der ÖPNV seine Taktungen einhalten soll. „Nachts schlafen die Anwohner und sollen ihre Ruhe bekommen“, erklärt Buchner die Entscheidung.

Warum hat es eigentlich zwei Jahre zwischen Beschluss und Umsetzung gedauert? Weil es sich um Landes- und Bundesstraßen handelt und daher nur straßen.nrw für die Beschilderung zuständig ist, erklärt Buchner: „Und straßen.nrw hat so lange gebraucht, um die Aufträge abzuarbeiten.“ Der Landesbetrieb hätte den Ratsbeschluss zum Tempolimit übrigens auch ablehnen können, es aber nicht getan: „Offensichtlich hat man dort eingesehen, dass es sinnvoll ist“, so Buchner.

Doch eine Geschwindigkeitsbegrenzung nutzt auch nur etwas, wenn es auch Kontrollen und Sanktionen bei Rasern gibt. Das kann die Stadt zwar nicht gewährleisten, aber: „Es macht schon einen Unterschied, ob in der Stadt ein Schild für Tempo 50 oder 30 steht“, so Kevin Buchner. „Und wir denken: es reicht aus, dass die Gefahr besteht, erwischt zu werden.“

 

Bericht: Achim Kaemmerer

Foto: anzeiger24.de