Warntag im Kreis Mettmann: Wie gut ist Hilden aufgestellt?

Die Sirenen heulen wieder zur Probe: Warum das so wichtig ist...

Am Donnerstag, 11. September 2025, findet der nächste landesweite Warntag statt. Städte, Gemeinden und Kommunen werden ab 11 Uhr ihre Warnkonzepte testen und checken. Testwarnungen werden zudem über Warn-Apps wie „Nina“, „Katwarn“ und „Biwapp“ geprobt. Nicht erschrecken: Außerdem schrillt der Cell Broadcast-Alarm auf allen Smartphones auf.

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Was ist bei einer Warnmeldung zu tun?

Die Bürgerinnen und Bürger sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten.

Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk Informationen und Verhaltenshinweise gegeben. Die Notrufnummern 110 und 112 sind nur in Notfällen zu wählen! 

Im Ernstfall werden auch Lautsprecherwagen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt. Viele Städte, Gemeinden und Kommunen proben am Warntag daher auch ihr Einsatzkonzept.  

 

Hilden: 13 von 14 Sirenen installiert und betriebsbereit

Im gesamten Kreis Mettmann sind mittlerweile 83 von 123 geplanten Sirenen-Standorten fertiggestellt, erklärt die Stadt Hilden: "Im nächsten Bauabschnitt plant die ausführende Firma bis zum 10. Oktober weitere 14 Standorte umzusetzen." 

Und wie sieht es in Hilden aus: Beim letzten Warntag in 2024 waren immerhin schonb 13 von 14 Sirenen einsatzbereit. Die 14. und damit letzte Sirene soll in einem Kleingartenverein im Hildener Westen installiert werden. Dies soll "voraussichtlich im Herbst diesen Jahres" soweit sein, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. 

 

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Warum ist der Warntag so wichtig? Weckruf an die Bevölkerung

Seit dem „Fall“ der Berliner Mauer und des „Eisernen Vorhangs“ haben viele Menschen, Regierungen und Behörden einen Sirenenalarm nicht mehr wirklich ernst genommen. Die Folge: Pflege und Wartung der Anlagen wurden vernachlässigt.

Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Flutkatastrophe von 2021 und der nicht allzu ferne Ukraine-Krieg hat die Bevölkerung aufgeschreckt.

 

Daher erklärt die Stadt Hilden zur Bedeutung des Warntages: "Sirenen sind auch heute weiterhin sehr wichtig. Wir verlassen uns zwar immer mehr auf digitale Medien und Apps, weil sie immer verfügbar zu sein scheinen. Wenn sie aber plötzlich und unerwartet ausfallen oder aber unsere Bürgerinnen und Bürger schlicht und einfach schlafen, verpassen sie im schlimmsten Fall die Warnung. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Feuerwehr einen Mix aller möglichen Instrumente der Warnung nutzen. Mit den Sirenen können wir einen 'Weckruf' an die Bevölkerung senden. Damit die Bürgerinnen und Bürger diesen Weckruf aber auch deuten können, müssen wir dafür sensibilisieren und die verschiedenen Signale immer wieder erklären. Genau dafür gibt es den Warntag."

 

Bericht: Achim Kaemmerer

Quelle/Grafik: Kreis Mettmann / Stadt Hilden 

Fotos: anzeiger24.de

 


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