Tarifverhandlung festgefahren: Warnstreik bei Busunternehmen

30.01.2026

Gewerkschaft beklagt die Überlastung des Fahrpersonals

Keine Tarifauseinandersetzung ohne Arbeitskampf: Derzeit verhandelt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW), über die zukünftigen Verträge der Beschäftigten im Nahverkehr. Da die Gespräche offenbar „festgefahren“ sind, kündigt die Arbeitnehmervertretung nun einen Warnstreik zum Wochenbeginn am Montag, 2. Februar 2026, an. Der Betrieb soll weitgehend ab 3 Uhr morgens 24 Stunden lang ruhen.

Betroffen sind die Rheinbahn AG, WSW mobil GmbH, Stadtwerke Solingen GmbH, Stadtwerke Remscheid GmbH und Bahnen der Stadt Monheim GmbH.

Mit „erheblichen Ausfällen und Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr“ sei daher zu rechnen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen.

 

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Diese Busse fahren weiter

Die Regional- sowie S-Bahnen werden wie gewohnt fahren.

 

Bei dem Bahnen der Stadt Monheim werden jedoch einzelne Fahrten trotz Streiks stattfinden.

 

Bei der Rheinbahn in Düsseldorf und um Kreis Mettmann sollen Fremd- und Tochterunternehmen mehrere Linien übernehmen. Die Rheinbahn weist jedoch darauf hin, dass es dafür keine Gewähr gibt. Über die App redy finden Fahrgäste alternative Angebote der Mobilitätspartner.

 

Folgende Linien fahren (wahrscheinlich) nach Fahrplan:

Linie 782
Heinrich-Heine-Allee – Uni-Kliniken – Hilden, Gabelung – Hilden, Süd S – Solingen Hbf

 

Linie 785

Heinrich-Heine-Allee – Reisholz S – Hilden Mitte – Hilden Süd S – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S

  

Linie O5

Erkrath S – Erkrath-Hochdahl S – Trills – Hochdahler Markt – Sandheide – Willbeck – Erkrath-Millrath S

 

Linie O6

Erkrath, Haus Brück – Erkrath S – Unterfeldhaus – Kempen – Hochdahler Markt – Erkrath-Millrath S

 

Linie O13

Mettmann, Schellenberg – Jubiläumsplatz – Dresdner Straße – Champagne – Mettmann-Zentrum S – Mettmann-Stadtwald S

 

Linie O14 (TaxiBus mit Anmeldung)

Ratingen-Breitscheid, Am Kessel – Mintarder Weg – An der Pönt – Krummenweg – Ratingen-Hösel S

 

Linie O19 (TaxiBus mit Anmeldung)

Ratingen, Fliedner Krankenhaus – Lintorf, Rathaus – Ratingen-Lintorf, Mörikestraße

 

SB52

Flughafen Bahnhof – Freiligrathplatz – Meerbusch Schillerstraße, Meerbusch Osterath Bf

 

Linie 722

Stadthalle – Messe – Nordfriedhof – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße – Vennhauser Allee

 

Linie 730

Freiligrathplatz U – Unterrath – Gerresheim – Eller – Reisholz –

Benrath – Josef-Kürten-Platz

 

Linie 746

Velbert ZOB – Wülfrath – Mettmann, Jubiläumsplatz –
Mettmann-Stadtwald S

 

Linie 751

Ratingen-Hösel S – Ratingen-Lintorf – Angermund S –

Kaiserswerth, Klemensplatz

 

Linie 770

Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen-Hösel S

 

Linie 771

Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen Ost S – Ratingen Mitte

 

Linie 831

Krefeld, HPZ Uerdingen – Krefeld, Uerdingen Bf – Meerbusch, Lank-Latum – Meerbusch, Haus Meer

 

Linie 834

Theodor-Heuss-Brücke – Derendorf S – Engerstraße – Düsseldorf Hbf

 

Linie 835

Comeniusplatz – Kirchplatz – Universität Mitte – Holthausen – In der Steele

 

Linie 836

Am Seestern – Belsenplatz – Bilk S – Universität Süd

 

Was fordert die Gewerkschaft?

Stephanie Peifer, Bezirksgeschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, beklagt die Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals: „Die Beschäftigten arbeiten täglich am Limit für einen guten und zuverlässigen ÖPNV. Doch die dauerhafte Überlastung ist für viele der Beschäftigten nicht mehr zu stemmen.“

 

Daher fordert ver.di für NRW:

  • Kürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich
  • Mindestens elf Stunden Ruhezeit zwischen zwei Schichten
  • Mindestens 40 Prozent Zuschlag für Sonntagsarbeit
  • Erhöhung des Freistellungsumfangs für Gewerkschaftsarbeit auf acht Tage
  • Ausweitung des Geltungsbereiches auf kurzfristig Beschäftigte/Minijobs

Die Laufzeit soll 24 Monate betragen, verhandelt wird der Manteltarifvertrag.

Die Entgeltentwicklung ist bereits unmittelbar an den TVöD gekoppelt.

 

Die erste Tarifverhandlungen mit dem KAV NW am 21. Januar 2026 in Köln ist „ergebnislos“ geendet.

 

Bericht: KA
Archivfoto: anzeiger24.de

 

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