Park & Fly-Anbieter im Visier: Keine Genehmigung, ein Haftbefehl und unbefugte Nutzung eines anvertrauten Fahrzeugs

02.11.2026

Polizei und Hauptzollamt kontrollierten wieder – und entdeckten „schwarze Schafe“ bei Verstößen

Viele Urlaubsreisende aus dem Kreis Mettmann fliegen vom Düsseldorfer Flughafen aus in die Ferne – zum Beispiel in den gerade abgelaufenen Herbstferien ab dem 16. Oktober 2026. Dabei stellt sich oft die Frage: Wie kommt man dort hin? Eine Möglichkeit: mit dem Auto, das muss dann aber irgendwo abgestellt werden. Und das machen sich dubiose Anbieter von Park & Fly-Services – vornehmlich in der Nachbarschaft Ratingen – zunutze, erklärt die Kreispolizei. Neben den seriösen Unternehmen gibt es auch „schwarze Schafe“.

 

Am Dienstag, 27. Oktober 2026, haben Einsatzkräfte der Polizei und des Hauptzollamts Düsseldorf mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises in Ratingen sogenannte Park & Fly-Unternehmen und ihre Shuttle-Transporter kontrolliert und wurden dabei auch fündig. 

 

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Das Ergebnis der Kontrollen

Bei zwei Fahrzeugen lagen keine Genehmigungen für den gewerblichen Personentransport vor. Die Fahrer konnten außerdem keine Personenbeförderungsscheine vorlegen. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

Bei einer weiteren Kontrolle wurde festgestellt, dass ein anvertrautes Kunden-Fahrzeug unbefugt in Gebrauch genommen wurde. Eine entsprechende Strafanzeige wurde gefertigt und die Weiterfahrt untersagt.

Gegen einen Inhaber eines Anbieters lag sogar ein offener Haftbefehl wegen des fahrlässigen Duldens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor. Der Haftbefehl wurde durch die Zahlung einer Ersatzfreiheitsstrafe außer Vollzug gesetzt.

Bei einer weiteren Kontrolle wurde eine Strafanzeige gegen eine Person wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts gefertigt. Der Pass wurde eingezogen, das zuständige Ausländeramt wurde informiert.

Zudem wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Leistungsmissbrauchs und vier Strafanzeigen wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt gefertigt.

 

Urlauber-Auto als Shuttle-Taxi und Rennfahrzeug? Polizei schaut genauer hin

Dies sind offenbar keine Einzelfälle: Schon lange ermittelt die Polizei wegen des Verdachts, dass einzelne Unternehmen im Bereich Ratingen ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die ihnen anvertrauten Fahrzeuge von Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen. Daher soll es auch in Zukunft weitere Kontrollen geben.

Nicht nur für Shuttle-Fahrten, sondern sogar zur Begehung von Straftaten oder illegale Straßenrennen.

In vielen Fällen wurden die Fahrzeuge zum Teil mit erheblich erhöhten Kilometerständen oder Schäden an die Kundinnen oder Kunden zurückgegeben. Darüber hinaus hatten sich Anwohnerinnen und Anwohner in Ratingen-West beschwert, weil die Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden.

 

Die Polizei empfiehlt daher:

Bei der Fahrzeugübergabe sollten der Zustand des Fahrzeugs und der Kilometerstand dokumentiert werden, etwa durch Fotos.

Seriöse Anbieter parken Fahrzeuge in bekannten Parkhäusern oder auf registrierten Flächen.

Bei ungewöhnlich günstigen Angeboten oder unklaren Firmenstrukturen sollte man ebenfalls argwöhnisch werden.

 

Wer nach einer Reise ungewöhnliche Kilometerstände, Schäden oder sonstige Auffälligkeiten an seinem Fahrzeug feststellt, sollte dies bei der Polizei anzeigen.

 

Quelle/Fotos: Kreispolizei Mettmann
bearb.: KA

 

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