BreakUp-Projektcafé in Langenfeld: Anlaufstelle und Treffpunkt für junge Jobcenter-Kunden

30.09.2019

Abbruch des alten und Aufbruch in ein neues Leben

Ein neues Angebot der TERTIA Berufsförderung GmbH & Co.KG und des jobcenters ME-aktiv richtet sich an junge Menschen mit schlechten Startbedingungen, wie sie zum Beispiel bei Schulabbruch, Schulden oder Wohnungslosigkeit entstehen.

Seit Anfang des Jahres unterhält das jobcenter ME-aktiv in vier Städten des Kreises Mettmann so genannte „Projekt-Cafés“. In Lan-genfeld, Mettmann, Ratingen und Velbert werden jungen Menschen, die vom Jobcenter betreut werden, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr eine Vielzahl an Projekten, sozialpädagogische Betreuung oder auch Notfallhilfe angeboten. Die „BreakUp-Cafés“ dienen als Anlaufstelle, Treffpunkt und Wohlfühlort.

„BreakUp“ steht für Abbruch des alten und Aufbruch in ein neues Leben - vor allem in neue und konstruktive Beziehungen.
„Das ist fast immer das, was den jungen Menschen fehlt: positive Beziehungen und gesunde Vorbilder. Wenn beispielsweise die Eltern suchtkrank sind und dem Jugendlichen keinen verlässlichen Hintergrund bieten, und andere, z. B. das Lehrpersonal an Schulen, das auch nicht leisten können, dann sind wir da.“ sagt Lisa Feeser, Projektkoordinatorin bei der TER-TIA im BreakUp-Café Langenfeld.
In enger Zusammenarbeit mit dem jobcenter ME-aktiv und vielen Netzwerkpartnern im Kreis soll den jungen Erwachsenen ein dichtes Netz aus Unterstützungsangeboten bereitgestellt werden.
„Wir sind in engem Kontakt zu verschiedenen Einrichtungen im Kreis und natürlich zu den Ansprechpartnern im jobcenter ME-aktiv“, berichtet Lisa Feeser.
„Dieses innovative Projekt ist uns sehr wichtig.“ stellt Maik Bußkamp, Bereichsleiter beim jobcenter ME-aktiv fest. „Wir sind hier bewusst neue Wege gegangen, um die jungen Men-
schen einerseits ‚auf Augenhöhe‘ abzuholen, ihnen gleichzeitig aber eine klare und konkrete Perspektive zu bieten, und zwar auch dann, wenn diese manchmal nur wie das Licht am Ende eines Tunnels ist. Wir wollen die Kunden, wenn nötig, langfristig begleiten und zielen auf nachhaltige Ergebnisse ab.“
Und manchmal läuft es sogar richtig gut. Wie zum Beispiel bei Chantal: Die junge Frau war Teilnehmerin im BreakUp-Café in Langenfeld. Im Rahmen eines Workshops gestaltete sie einen Raum mit Farbe neu. Das gefiel ihr so gut, dass sie weitere Räume strich und an-schließend ein Praktikum bei einem Malerbetrieb absolvierte. Seit September macht sie nun dort ihre Ausbildung. Das gesamte Team drückt ihr kräftig die Daumen, dass sie diesen wichtigen Meilenstein in ihrem Leben meistert.


Infos unter www.breakup-cafe.tertia.de


Quelle/Foto: TERTIA Berufsförderung 

 

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