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„Natur“: Fotografien von Harold Augustin und Miniaturobjekte von Lidia B. Gordon

„Natur“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung von Harold Augustin und Lidia Barbara Gordon im Haus Hildener Künstler und bezeichnet das verbindende Element in ihren unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen. Während Augustin fotografiert und Motive in der Natur zu unterschiedlichen Jahreszeiten entdeckt, arbeitet Gordon mit dem natürlichen Material Ton, um daraus Miniaturen zu schaffen, die in Beziehung zueinander und zur Umwelt stehen.

Die Vernissage am Freitag, 4. Oktober, beginnt um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft danach bis Sonntag, 13. Oktober.
Öffnungszeiten: Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag von 18 bis 20 Uhr.
Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

 

H6-Haus-Hildener-Kuenstler-Gordon-Augustin

 

Harold Augustin fotografiert seit vielen Jahren. Nahaufnahmen des Elementes Wasser, zu Eis erstarrt, fasziniert ihn besonders, die Vielgestaltigkeit von Eis beeindruckt: von geometrischen Formen über unregelmäßige Gebilde bis hin zu bizarren Eisvorhängen, die dahinter liegende Räume erahnen lassen. Die inneren Strukturen von Eis zeigen Brüche oder Einschlüsse. Im Zusammenspiel mit Licht entstehen zufällige Farbeffekte. Augustin fotografiert eben diesen Moment. Auch verschneite Landschaften mit ihren durch Frost in filigrane Gebilde verwandelten Bäume setzt er ins Bild. Zum Element Wasser ist es nur ein kleiner Schritt. Zu der Auswahl dieser Motive sagt Augustin: „Mich interessiert an Wasser, dass es die Kraft hat, etwas zu verändern. Es läuft zerklüftete Felswände entlang, es formt Steine rund und hinterlässt Spuren im Sand. Alles ist Veränderungen ausgesetzt, es entsteht neu und vergeht wieder.“

Die Künstlerin Lidia Barbara Gordon zeigt in der Ausstellung im H6 aus Tonerde geformte und anschließend gebrannte Miniaturen, Figuren oder Objektgruppen. Immer geht es Gordon darum, innere geistige Zustände sowie Beziehungen darzustellen wie z.B. die acht Tonköpfe, die auf einer Schieferplatte angeordnet sind. Sie stellen eine Familie mit fünf Kindern dar: ihre Gesichter ausdrucksstark, ernst oder heiter, zurückhaltend oder fordernd, rufend oder still. Lidia Barbara Gordon, die sich schon immer für das Thema „Das Kind in der Kunst“ interessiert hat, zeigt in einer Arbeit ihre Auseinandersetzung mit dem Thema „Helikoptermütter“. Man sieht ein Kind in einem Käfig, den ein Pferd zieht. Auf dem Käfig sitzen vier Wächterinnen. Weder zur Mutter noch zur Außenwelt scheint das Kind Kontakt zu haben, in Beziehung zu stehen. Ein weiteres Thema von Gordon sind die Beziehungen zwischen Mann und Frau. In der Abstraktion entstehen Figuren mit fließenden, organischen, ineinander geschlungene Formen, durch die die Künstlerin Gefühle wie „Liebe“ oder „Erwartung“ ausdrücken möchte.