Deine Stadtauswahl:
Hilden ( ändern)

Holzdrucke und Objekte von Bernd Engberding

Zu Beginn eines Jahres gibt das Haus Hildener Künstler (H6) einem Gastkünstler die Gelegenheit, im Ausstellungsraum seine Arbeiten zu präsentieren. Dieses Mal fiel die Wahl auf Bernd Engberding, er zeigt im Atelierhaus am Stadtpark seine Holzdrucke und Objekte.

Die Ausstellung kann noch am Samstag von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
 

Der Künstler, Jahrgang 1951, lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Sein Weg zur Kunst – untypisch. Den Handwerker Engberding zog es in seinem früheren Leben als Installateur zu Künstlern hin wie zum Beispiel Immendorff, Uecker, Rübsam und Thaddäus. Er arbeitete für sie und sah ihnen gelegentlich über die Schulter. Diese Kontakte müssen so inspirierend gewesen sein, dass Engberding seinen Beruf hinschmiss und seit den 80er Jahren als freischaffender Künstler tätig ist. Seitdem hat er sich an vielen Einzel- und Gruppenaustellungen in Deutschland und im Europäischen Ausland teilgenommen, zum Beispiel in verschiedenen Galerien in Düsseldorf, der Cubus Kunsthalle Duisburg. Er war Teilnehmer an der GROSSEN Kunstausstellung, gab Ausstellungen in Warschau und Paris.
Was ihn interessiert, sind zum Beispiel mythologische und archaische Bilderschriften als symbolhafte Kürzel, die ihren Ursprung zum Teil in Animismus und Gotteskult haben. In Engberdings Motivwahl verschränken sich Vergangenheit und Gegenwart unauflösbar. Dabei wird deutlich, wie tief die Kluft zwischen spirituellem Erlebnis und instrumenteller Vernunft in unserer Zeit inzwischen geworden ist. Durch seine undogmatische und ganzheitliche Weltreflexion nimmt etwas Gestalt an, was man mit "Naturphilosophie" bezeichnen könnte.
Engberding selbst sagt über sein Arbeiten: "Meine Kunst beschäftigt sich mit Aspekten menschlicher Kommunikation. Ich benutze alte Schriftsymbole verschiedener Kulturen, die zu einem großen Teil für "Mensch" und auch für "Göttlichkeit" stehen. Mich fasziniert der Formenreichtum mit Dutzenden völlig unterschiedlicher Interpretationen dieses Themas. Für mich sind sie ein Teil der Menschheitsgeschichte, eine erste abstrakte Ausdrucksform. Sie repräsentieren das, was den Menschen alter Kulturen wichtig war. Die Formen an sich aus der Zweidimensionalität zu holen und sie als Skulpturen raumgreifend darzustellen, fand ich spannend. Auf diese Weise bin ich den umgekehrten Weg gegangen, habe diesen Schriftzeichen wieder Körperlichkeit gegeben. Ich verwende gerne Holz, da dessen lebendige Struktur immer noch ein unvorhergesehenes Element hinzufügt."