Silvesterbilanz: Brennende Müllbehälter, Verletzte und Räumung eines Mehrfamilienhauses

01.01.2026

In den zehn Städten gab es wieder zahlreiche Einsätze, Hot Spot war erneut Erkrath-Hochdahl

Nach der ersten Bilanz der Kreispolizei Mettmann verlief die Silvesternacht 2025/26 relativ ruhig. Natürlich gab es Ausnahmen, insbesondere in einer Kreisstadt.

 

"Kleinere" Brände, körperliche Auseinandersetzungen sowie ein beschädigtes Auto und Carport

Im gesamten Kreisgebiet sind beim Zünden von Pyrotechnik mehrere, aber "kleine" Brände entfacht worden, insbesondere haben mehrere Müllcontainer und Mülltonnen Feuer gefangen. Insgesamt und kreisweit gab es deswegen 89 Notrufe.

 

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Der wohl heftigste Fall ereignete sich in Wülfrath: An der Straße Am Sportplatz wurden ein Auto und ein Carport durch Flammen beschädigt, Auslöser war vermutlich ein mutwillig abgeschossener Feuerwerkskörper.

Außerdem mussten "mehrere Personen" wegen Verletzungen beim Böllern medizinisch versorgt werden. Wie viele, das verrät der Polizeibericht nicht.

 

Neben den Bränden musste die Polizei mehrfach im Kreisgebiet bei "körperlichen Auseinandersetzungen", Streitigkeiten und Ruhestörungen eingreifen. Teilweise wurden Platzverweise ausgesprochen; vereinzelt mussten die Beschuldigten die Nacht in der jeweiligen Polizeiwache verbringen. Auch hierzu macht die Kreispolizei keine genaueren Angaben.

 

Sandheide: Stromverteilerkasten angesteckt, Minderjähriger lief mit Schreckschusspistole herum

Eine Sonderstellung in den letzten Silvesternächten nimmt der Stadtteil Erkrath-Hochdahl, insbesondere der Bereich Sandheide, beim Neujahrs-Polizeibericht ein.

Immer wieder hatten jugendliche Gruppen in den vergangenen Jahren mit Pyrotechnik Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei angegriffen und Sachbeschädigungen verursacht. Daher hat die Kreispolizei insbesondere in diesem Umfeld ihre Präsenz erhöht, u.a. mit einer Einsatzhundertschaft.  

"Bereits im Vorfeld der Silvesternacht hatte die Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt Erkrath Gespräche mit Jugendlichen gesucht, Jugendeinrichtungen und Schulen besucht und bei Social Media und in Hochdahl selbst Aufklärungsarbeit betrieben", heißt es im Polizeibericht.

Was hat das gebracht?


Auch diesmal haben Jugendliche "augenscheinlich gezielt Müllcontainer in Brand" gesetzt. Auch ein Stromverteilerkasten wurde angesteckt, ein angeschlossenes Mehrfamilienhaus musste deswegen geräumt werden. Außerdem drohte der Brand auf die Fassade überzugreifen. Die Polizei nahm zahlreiche Personalien auf und erteilte insgesamt 49 Platzverweise.

Bei einem Minderjährigen wurden zwei Schreckschusswaffen sichergestellt, mit denen Schüsse abgegeben wurden.
Gegen eine Person, die mit Feuerwerkskörpern ein Einsatzfahrzeug beschossen hat, wurde ein Platzverweis ausgesprochen und ein Strafverfahren eingeleitet.

 

Fazit der Kreispolizei Mettmann: "Aufgrund der massiven Polizeipräsenz und durch das frühzeitige Einschreiten bei entsprechenden Beobachtungen konnten größere Problem- oder Schadenslagen verhindert werden. Verletzte Polizistinnen, Polizisten oder Einsatzkräfte der Feuerwehr gibt es nicht."

 

Quelle: Kreispolizei Mettmann
bearb.: KA
Symbolfoto: anzeiger24.de

 

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