Protestwelle gegen Parkgebühren am Unterbacher See: Was sagt der Zweckverband?

03.02.2026

Düsseldorferin hat Petition gestartet – Antwort der Verwaltung liegt nun vor

Eine Welle der Empörung hat die Nachricht bei vielen Besuchern des Unterbacher Sees ausgelöst, nachdem der zuständige Zweckverband die Parkgebühren zum Jahresbeginn erhöht hat. Eine Düsseldorferin hat sogar eine Petition gegen die Maßnahme gestartet. Wir haben berichtet.

Wir hatten beim Zweckverband in Düsseldorf um eine Stellungnahme gebeten. Allerdings hatten wir nach tagelangem Warten und Nachfragen bis zum vergangenen Wochenende keine Rückmeldung erhalten.
Nun, zum Wochenstart, ist die Antwort eingetroffen.

 

Wie begründet der Zweckverband Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See den Gebührenanstieg, und was sagt er zu der Kritik?

 

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„Marktübliche Preisstruktur“

Die erste Stunde ist kostenfrei, danach kostet das Tagesticket 4 Euro. Grund dafür seien die „Kostensteigerungen in allen Bereichen sowie die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur“.

 

Die Initiatorin der Petition meint nun: 60 Minuten reichen nicht, um den See einmal zu Fuß zu umrunden. Kurzbesucher müssten sich also beeilen oder seien „gezwungen“, den vollen Preis für ein Tagesticket zu zahlen. Das sei „unverhältnismäßig“ und auch „sozial ungerecht“.

Dazu erklärt der Zweckverband: „Die Parkgebühren sind in der Ausgestaltung, wie auch in der Höhe marktüblich für ein Naherholungsgebiet in einer Großstadt. Darüber hinaus ist die erste Stunde aktuell weiterhin kostenfrei. Der Unterbacher See sieht in seiner Preisstruktur weiterhin Angebote für alle Einkommensschichten vor, so gibt es u.a. Vergünstigungen in den Standbädern wie auch beim Bootsverleih.“

 

Außerdem befürchtet die Urheberin der Online-Unterschriftensammlung, dass die Anwohner in den umliegenden Stadtteilen Unterbach und Vennhausen durch den Parkdruck des Ausweichverkehrs belastet werden. Und: Gastronomie, Segelschule, Schwimmbäder, Kletterpark und Surfstation würden einen Besucherschwund erleiden.

Das sieht die Verwaltung des Zweckverbandes nicht so: „Dieses Argument wurde auch bei der Einführung der Parkgebühren 2023 angebracht und stellte sich als unbegründet heraus. Die Auslastung der Parkplätze ist trotz winterlicher Verhältnisse im Januar 2026 vergleichbar zu den beiden Vorjahren.“

 

Nun also bleibt abzuwarten, ob die Petition etwas bewirken kann. Aktuell haben rund 900 Menschen das Anliegen unterzeichnet.
Nach Abschluss kann die Initiatorin die Unterschriften an die Behörden übergeben. Dann müssen sich Politik und Verwaltung mit dem Thema befassen. Ob dabei ein Umdenken und eine Änderung der Regel zu erwarten sind , bleibt völlig offen.

 

Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de

 

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