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Der Essener Künstler Roman Kochanski zeigt in der Ausstellung „Coco und das Blaue“ einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens der letzten zehn Jahre. Die Ausstellung wurde bis zum 9. Mai 2021 verlängert, da sie wegen der Pandemie nicht öffnen durfte.  

***Update***

 Wegen des hohen Inzidenzwertes hat der Kreis Mettmann die "Notbremse" gezogen: Bis auf weiteres sind alle Museen, Galerien etc. ab dem 19. April wieder geschlossen.

Daher kann die Ausstellung vorerst nur noch am Samstag und Sonntag, 17. und 18. April, von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sind eine Anmeldung (inkl. Adresse und / oder Telefonnummer) an kulturamt@hilden.de oder telefonisch unter 02103/72-237 sowie ein tagesaktueller negativer Covid 19-Schnelltest erforderlich.

 

Der Titel bezieht sich auf den Namen der Blume, die das Ausstellungsplakat zeigt. Diese Pflanze hat Kochanski malerisch
porträtiert. In der Materialität der Darstellung sind Acrylfarbe und Autolack wesentliche Elemente. Durch seine Maltechnik und den spezifischen Umgang mit Farben entsteht ein collagenartiger Effekt, der eine ganz eigene Plastizität erzeugt. Diese Dreidimensionalität findet sich auch in seinen anderen Blumenporträts wieder.

In Kochanskis exotischen Motiven, entstanden zwischen 2010 und 2014, arbeitet er bereits figurative Charaktere heraus. Es sind Tiermotive, die verschiedene Assoziationen ermöglichen können. Er verzichtet in dieser Werkreihe auf Menschendarstellungen, da sich der Mensch bei der Betrachtung immer in Beziehung setzt. Da erscheint das Tier, das immer aus dem Kontext der Materialität entsteht, „neutraler“. Der Aufbau und die Bildillusion entstehen durch die Farben, durch die Zufälligkeit und Spontanität im Malprozess.

 

Es ist die große Freude am Spielerischen, der Umgang mit Bildzitaten und die Anspielungen auf die Kunstgeschichte, die den besonderen Reiz der Arbeiten Roman Kochanskis ausmachen. Neben der Interpretation klassischer Themen stehen gleichermaßen
die persönlichen Vorlieben, zum Beispiel zu den naiven Werken Henri Rousseaus, der mit seinen Dschungelbildern weltberühmt wurde. Kochanski aber malt seinen eigenen Urwald, mit anderen, neuen und überraschenden Schwerpunkten, denn im schier undurchdringlichen Grün verliert man die Sicht und muss eine neue Orientierung finden. So „sampelt“ der Künstler, wie er es nennt, und entwickelt damit seine eigenen Bildwelten, in denen Materialität und Abstraktionen nur oberflächlich im Vordergrund zu stehen scheinen.