Nach Bürgerentscheid: SPD beantragt neuen Grundsatzbeschluss für Rathausneubau

02.02.2026

Nach dem Bürgerentscheid in Haan fordert die SPD-Ratsfraktion einen klaren Kurs in der Rathausfrage. Für die Ratssitzung am morgigen 3. Februar 2026 hat sie einen Antrag auf einen neuen Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Rathauses eingebracht, um einen Stillstand in der Stadtentwicklung zu vermeiden und der Verwaltung Planungssicherheit zu geben.

 

„Der Bürgerentscheid hat ein klares Ergebnis gebracht. Dieses Votum akzeptieren und respektieren wir als SPD-Ratsfraktion, auch wenn wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht hätten“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Niklaus. Die SPD möchte klar nach vorn schauen.

 

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Nach Ansicht der SPD bleiben die Probleme der bisherigen Gebäude trotz der Absage an die ursprüngliche Planung bestehen. „Sanierungsstau, Brandschutz, Barrierefreiheit und die Zersplitterung auf viele Standorte müssen wir trotzdem lösen“, so Niklaus. Eine Sanierung sei laut Wirtschaftlichkeitsgutachten „höchst unwirtschaftlich“, weshalb aus Sicht der Fraktion an einem Neubau kein Weg vorbeiführe. Zudem dürfe keine Zeit verloren gehen, „denn die Baupreise steigen nach wie vor an“.

 

Der Antrag sieht vor, dass der Rat formal beschließt, einen Rathausneubau zu planen. Dabei soll auch die Volkshochschule einbezogen bleiben. „Die VHS muss jetzt selbstverständlich weiterhin mitberücksichtigt werden. Dies dient der Fortführung des Bildungsangebotes und der nachhaltigen Weiterentwicklung des Standortes Dieker Straße“, heißt es in der Begründung.

 

Ein zentrales Argument der SPD ist die Situation der Beschäftigten. Diese arbeiteten weiterhin unter „desaströsen Arbeitsbedingungen“. Ziel sei es, schnell Klarheit zu schaffen und eine parteiübergreifende Entscheidung herbeizuführen.

 

„Mit diesem Antrag nehmen wir alle demokratischen Fraktionen in die Pflicht, sich nun parteiübergreifend zu einer klaren Richtungsentscheidung zu bekennen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden und der Verwaltung endlich Sicherheit zu geben“, betont Niklaus. Die SPD wolle konstruktiv an Alternativen mitarbeiten, werde aber auch nachfragen, „wenn vermeintlich einfache Lösungen versprochen werden, für die es weder belastbare Konzepte noch Finanzierungen gibt“.

 

Infos: SPD Haan, Foto + Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

 

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