Asbest in Altstaub der Gesamtschule Haan nachgewiesen

08.10.2026

An der Gesamtschule Haan ist in mehreren Staubkontaktproben Asbest nachgewiesen worden. Betroffen sind drei Räume im zweiten Untergeschoss des Schulgebäudes. Die Räume – zwei Beratungsräume und der Raum der Schülervertretung – wurden vorsorglich gesperrt und bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

 

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Nach Angaben der Stadt Haan besteht derzeit keine akute Gefährdung. Bei den gleichzeitig vorgenommenen Raumluftmessungen wurde kein Asbest nachgewiesen. Das entsprechende Gutachten liegt der Stadt seit dem 30. September vor.

 

Nicht fachgerechte Arbeiten bereits 2025

Ausgangspunkt der Untersuchungen war die Fortschreibung des Schadstoffkatasters für die Gesamtschule. Dabei stellte die Stadtverwaltung fest, dass während der Osterferien 2025 in den drei betroffenen Räumen Bodenbeläge ausgetauscht worden waren. Nach Angaben der Verwaltung erfolgte der Umgang mit den dabei vorhandenen Schadstoffen nicht fachgerecht.

Bei den Arbeiten wurden die alten Bodenbeläge entfernt und Kleberreste vom Untergrund abgeschliffen. Die nicht ordnungsgemäße Ausführung wurde nach Angaben der Stadt am 7. September 2026 amtsintern entdeckt. Daraufhin wurden die Räume unmittelbar verschlossen und ein Sachverständiger mit weiteren Untersuchungen beauftragt.

 

Asbest nur in Staubproben festgestellt

Untersucht wurden sowohl die Raumluft als auch Staubkontaktproben. Bei den Raumluftmessungen nach der VDI-Richtlinie 3492 wird überprüft, ob sich Faserpartikel in der Luft befinden. Bei den Staubkontaktproben wird hingegen untersucht, ob sich Asbestfasern auf Oberflächen abgelagert haben.

 

Das Labor teilte der Stadt am 24. September zunächst mit, dass auf mehreren Staubkontaktproben Asbest nachgewiesen worden sei. In den Luftproben wurde dagegen kein Asbest festgestellt. Das vollständige Gutachten lag sechs Tage später vor.

 

Die Stadt betont, dass die betroffenen Räume seit der Feststellung vorsorglich gesperrt sind. Die dort befindlichen Materialien sollen bis zur weiteren Klärung in den Räumen verbleiben.

 

„Aus der festgestellten Asbestbelastung ergeben sich weitergehende Fragestellungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Daher unternimmt die Verwaltung alle notwendigen Schritte, um die Situation fachkundig zu bewerten und mit geeigneten Schutzmaßnahmen sicherzustellen, dass die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten bestmöglich geschützt wird“, unterstreicht die Stadt. 

 

Räume müssen voraussichtlich saniert werden

Welche konkreten Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind, soll nun gemeinsam mit einem Schadstoffgutachter geklärt werden. Nach Einschätzung der Stadt ist aufgrund des geltenden Überdeckungsverbots für Schadstoffe derzeit davon auszugehen, dass die Räume unter Einhaltung der entsprechenden Vorschriften instandgesetzt werden müssen.

 

Die Schulleitung hat nach Angaben der Stadt gemeinsam mit dem Amt für Gebäudemanagement sowie dem Schulamt das Kollegium, die Eltern und die Schülerinnen und Schüler über den Asbestnachweis informiert. Über das weitere Vorgehen sollen die Betroffenen zeitnah informiert werden.

 

Quelle: Stadt Haan, Symbolfoto: Redaktion mit KI-Visualisierung, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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