Asbest an Gesamtschule Haan: Stadt lässt weitere Räume untersuchen
16.10.2026Nach einer nicht sachgemäßen Sanierung von Bodenbelägen in drei Räumen der Städtischen Gesamtschule (wie berichtet) hat die Stadt Haan am 14. Oktober 2026 das Kollegium sowie Eltern- und Schülervertreter über die Asbestfunde informiert. Ein Schadstoff-Sachverständiger und eine Arbeitsmedizinerin der Bezirksregierung beantworteten Fragen zu möglichen Gesundheitsrisiken.
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Zusätzliche Fragen hatte eine weitere, leicht positive Asbestprobe aus dem Sekretariat aufgeworfen, die am laut der Stadtverwaltung erst zwei Tage zuvor bekannt wurde.
Darin wurden geringe Spuren von Asbest in der Ausgleichsmasse und im Kleber nachgewiesen, nicht jedoch im Bodenbelag oder Estrich. Der Asbestanteil lag laut Stadt bei weniger als einem Prozent der Probe.
Die Obere Schulaufsicht ordnete daraufhin vorsorglich Distanzunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 13 am 15. und 16. Oktober 2026 an. Eine Verlängerung über den Beginn der Herbstferien hinaus sei nach der Informationsveranstaltung nicht erforderlich, teilte die Bezirksregierung mit.
„Die Aussagen des Schadstoff-Gutachters und der Arbeitsmedizinerin erbrachten wichtige Informationen zum Schadstoff Asbest, der in der Baubranche der sechziger und siebziger Jahre wegen seiner guten Eigenschaften massenhaft verbaut wurde und der grundsätzlich unschädlich ist, wenn er nicht freigesetzt wird. Asbest ist ein natürlich vorkommender Stoff. Ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Erkrankungen wurde auf Grundlage der aktuell vorliegenden Unterlagen durch die Arbeitsmedizinerin nicht gesehen oder seien sehr unwahrscheinlich. Gleichwohl besteht für Lehrkräfte durch die Betriebsärzte sowie für die Schülerschaft durch die Unfallkasse die Möglichkeit einer weitergehenden Beratung“, fasst es die Stadtverwaltung zusammen.
Um die Belastungssituation umfassend zu klären, lässt die Stadt in den Herbstferien sämtliche Räume und Flure in Gebäude A auf Schadstoffe untersuchen. Ein unabhängiger Gutachter soll dafür Luft- und Staubproben nehmen und ein Schadstoffkataster erstellen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich sechs bis acht Wochen nach der Beprobung zunächst mündlich vorliegen. Ziel sei es, das Vertrauen in das Gebäude wiederherzustellen, betont die Stadt.
Quelle: Stadt Haan, Symbolfoto: Redaktion mit KI-Visualisierung, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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