Transporter aufgebrochen – Kreishandwerksmeister verwundert: Was wollen die Diebe mit dem Werkzeug?

08.02.2026

Leichte Beute am Straßenrand – Wie können sich Betriebe vor Autoknackern schützen?

Einbrecher und Diebe haben offenbar eine neue „lukrative“ Quelle für ihre Übeltaten gefunden: In den vergangenen Tagen häuften sich die Meldungen von Autoknackern, die reihenweise Handwerkerfahrzeuge aufbrechen und hochwertige Werkzeuge und Maschinen mitgehen lassen. Die meisten Transporter standen über Nacht geparkt am Straßenrand – was ja eigentlich ganz normal ist. Genau diese leichte Zugänglichkeit aber machen sich die Langfinger zunutze.

Was aber können Handwerksbetriebe tun, um besser vorzubeugen? Denn es steht ja zu befürchten, dass die Serie so schnell nicht endet.

Wir sprechen mit Thomas Grünendahl von der Kreishandwerkerschaft zu diesem brisanten Thema.

 

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Immer am Betrieb parken? Nicht immer praktikabel

Konkrete Schutzmaßnahmen gegen die „Aufschneider“ hat die Kreishandwerkerschaft nicht in der Schublade. Am besten wäre es natürlich, wenn die Fahrzeuge sicher und abgeschirmt auf einem Betriebshof, in einer Garage oder Halle abgestellt werden. Das sei im Alltag aber nicht immer praktikabel, denn: „Wenn beispielsweise die Firma eines Mitarbeiters in Hilden sitzt, er aber in Velbert wohnt und der aktuelle Auftrag in Heiligenhaus läuft, dann fährt er am Feierabend mit dem Fahrzeug nicht nach Hilden zurück, sondern parkt vor seinem Zuhause. Das spart Sprit und Arbeitszeit und ist außerdem besser für die Umwelt.“

So muss der Betrieb also mit dem Risiko leben. Was Grünendahl bestenfalls noch empfehlen kann: „Einmal die Versicherung checken – ist der Inhalt des Wagens bei Diebstahl mitversichert?“

 

Warum gestohlene Profi-Werkzeuge kaum legal zu verkaufen sind

Der Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister aus Hilden kann nicht nachvollziehen, was die Diebe überhaupt mit ihrer Beute anfangen wollen. Die Kreispolizei glaubt, die Maschinen und Werkzeuge würden an Hehler weiterverkauft. So einfach sei das aber nicht, meint Grünendahl: Er weiß von Betrugsmaschen, bei denen „Insolvenzverwalter“ ihre geklauten Waren über gefakte E-Mails abstoßen wollen. Diese werden oft an Handwerker-Firmen verschickt, auch mit falschen Verlinkungen, die „Seriösität“ vortäuschen sollen. Doch kompetente Fachleute kaufen keine gebrauchten Werkzeuge aus zweiter Hand, erklärt Grünendahl: „Profi-Elektrowerkzeuge und -maschinen haben eine ID-Nummer. Die kann man nicht einfach so verkaufen. Denn dann erkennt man direkt, dass sie gestohlen wurden.“

 

Heißt also: Wer solche Nachrichten erhält, sollte die Finger davon lassen – oder sich an die Kreishandwerkerschaft wenden. Denn dieser Verband ist Gründungmitglied der Schutzgemeinschaft Netzwerk Zuhause sicher e.V. Dort können die Meldungen gesammelt und an die Polizei weitergeleitet werden.

Vielleicht ergeben sich aus diesen Hinweisen ja Spuren zu den Drahtziehern. 

Denn so kann es einfach nicht weitergehen…

 

Bericht: KA

 

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