WLH Fraktion: „Kommt jetzt endlich der Radschutzstreifen auf der B228?“

23.10.2026

Die Diskussion um einen Radschutzstreifen auf der B 228 in Haan geht weiter. Die WLH-Fraktion kritisiert, dass die von Gegnerinnen und Gegnern des Radschutzstreifens in den Jahren 2021 und 2022 vorgeschlagene Ausweichroute durch das Sandbachtal inzwischen nicht mehr als Radverbindung genutzt werden darf. Sie fordert die Stadtverwaltung auf, sich stärker für die Sicherheit des Radverkehrs einzusetzen.

 

 

Während der damaligen Diskussion um den Radschutzstreifen hatten Gegnerinnen und Gegner des Vorhabens argumentiert, Radfahrende könnten statt der B 228 das Sandbachtal nutzen. Dass diese Strecke schon damals keine überzeugende Alternative gewesen sei, habe ein Beitrag der Rheinischen Post („Warum das Sandbachtal kein Ersatz für Fahrradstreifen ist“) aus jener Zeit gezeigt, argumentiert die WLH.

 

„Radfahrer frei“-Schild wurde entfernt

Mittlerweile hat sich die Situation nach Angaben der WLH weiter verändert: Die Stadtverwaltung habe das Schild „Radfahrer frei“ am Verbindungsweg zwischen der Talstraße und der Böttinger Straße abmontiert. Hintergrund sei die Verkehrssicherungspflicht der Stadt. Damit stehe die zuvor ins Spiel gebrachte Route Radfahrenden dort nicht mehr wie bisher zur Verfügung.

 

Die Pläne für ein fahrradfreundliches Sandbachtal sind nach Darstellung der WLH nicht weiterverfolgt worden. Die Stadt Haan hatte sich 2018 an einem Bundeswettbewerb unter dem Titel „Fahrradfreundliches Sandbachtal“ beteiligt. Auf Nachfrage der WLH im jüngsten Mobilitätsausschuss habe der Leiter des Tiefbauamts mitgeteilt, dass aus diesem Wettbewerb keine Fördermittel zur Verfügung stünden, auf die für einen tatsächlichen fahrradfreundlichen Ausbau zurückgegriffen werden könne.

 

WLH fragt nach Umsetzung des Ratsbeschlusses

Vor diesem Hintergrund stellt die Fraktion die Frage: „Kommt jetzt endlich der Radschutzstreifen auf der B228?“ Das Bürgerbegehren habe die Umsetzung des entsprechenden Ratsbeschlusses nach Einschätzung der WLH um zwei Jahre verzögert.

 

Nun sieht die Fraktion die Stadtverwaltung in der Pflicht, sich für die Belange der Radfahrenden einzusetzen. Es reiche nicht aus, lediglich einen Fachausschuss über die Entfernung des Schildes zu informieren, heißt es in der Mitteilung der WLH. Die Verwaltung müsse sich vielmehr aktiv für eine möglichst sichere Lösung für den Radverkehr starkmachen.

 

Verkehrssicherheit als zentraler Maßstab

Die WLH verweist dabei auf Grundsätze, die aus ihrer Sicht sowohl 2022 als auch heute gelten: Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer seien gleichberechtigt, der Verkehrsraum müsse allen zur Verfügung stehen. Zugleich müsse die Verkehrssicherheit oberste Priorität haben. Insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmende verdienten besonderen Schutz.

 

Mit ihrer Stellungnahme verbindet die Fraktion damit erneut die Forderung, den beschlossenen Radschutzstreifen auf der B 228 voranzubringen. Ob und wann die Stadtverwaltung die nächsten Schritte dazu einleitet, bleibt abzuwarten.

 

Quelle: WLH, Symbolfoto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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