SPD kritisiert Sanierungsbeschluss für GGS Unterhaan

14.10.2026

Und fordert einen Neubau an der Steinkulle

Der Bildungsausschuss hat sich für eine Sanierung der Grundschule statt eines Neubaus entschieden. Die SPD begrüßt einerseits den Verbleib am Standort Steinkulle, kritisiert aber die Bauvariante und eine geplante weitere Wirtschaftlichkeitsuntersuchung.

 

Die Gemeinschaftsgrundschule Unterhaan soll am Standort Steinkulle bleiben, allerdings lediglich saniert statt durch einen Neubau ersetzt werden. Das hat der Ausschuss für Bildung und Sport am Dienstag, 13. Oktober 2026, beschlossen. Die SPD Haan begrüßt die Standortentscheidung, lehnt die Sanierungsvariante jedoch ab und fordert weiterhin einen modernen Ersatzneubau.

 

Für den Standort Steinkulle sprechen nach Ansicht der Sozialdemokraten das größere Grundstück, die bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die vorhandene Zweifach-Sporthalle. Zudem sei ein Neubau dort günstiger als an der alternativen Bachstraße. 

 

 

Laut den von der SPD angeführten Berechnungen liegen die Kosten für einen Neubau an der Steinkulle bei 10,2 bis 10,7 Millionen Euro, an der Bachstraße einschließlich einer neuen Sporthalle bei 12,8 bis 13,3 Millionen Euro. Das Grundstück an der Bachstraße könne bei einem Verbleib der Schule an der Steinkulle außerdem für den Wohnungsbau entwickelt werden.

 

Kritik übt die SPD daran, dass sich der Ausschuss anschließend gegen einen Ersatzneubau und für eine Sanierung im Bestand ausgesprochen hat. Damit habe die Mehrheit aus Sicht der Sozialdemokraten das pädagogische Votum der Schulleitung missachtet. Diese halte einen Neubau für erforderlich, um modernen Unterricht, Inklusion und einen funktionierenden Ganztag zu ermöglichen. „Was jedoch direkt danach bei der Abstimmung über die Bauvariante passiert ist, lässt sich aus pädagogischer Sicht überhaupt nicht vertreten. Die Schulleitung hat unmissverständlich dargelegt, dass die Schule für ihr pädagogisches Konzept, für modernen Unterricht, Inklusion und einen funktionierenden Ganztag einen Neubau in der Würfel- oder Z-Variante benötigt. Dass der Ausschuss dieses klare Votum der Praxis ignoriert und die Schule nun in ein Korsett aus Bestandsflickwerk zwingen will, ist ein schwerer Schlag für die gesamte Schulgemeinde“, so die SPD.  

 

Auch eine laut Verwaltungsvorlage vorgesehene weitere Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durch ein externes Büro stößt bei der SPD auf Ablehnung. Die vorhandene Machbarkeitsstudie und die Berechnungen der Kämmerei lieferten aus ihrer Sicht bereits eine ausreichende Entscheidungsgrundlage.

 

 „Wir brauchen jetzt keine weitere teure Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mehr“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Niklaus. Stattdessen müsse die konkrete Planung für einen Neubau an der Steinkulle beginnen.

 

Die SPD kündigt an, sich im Haupt- und Finanzausschuss sowie in der für Anfang November vorgesehenen Ratssitzung weiter für einen Ersatzneubau einzusetzen.

 

Quelle: SPD Haan, Symbolfoto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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