So bereitet die Freie Waldorfschule in Gruiten den Distanz-Unterricht vor

11.01.2021

Schüler*innen altersgemäß fordern, ohne sie zu überfordern

Die Umsetzung der Beschlüsse der Landesregierung zum Distanzunterricht stellt die Schulen vor eine weitere Herausforderung. Wir haben bei der Freien Waldorfschule Haan-Gruiten nachgefragt, wie sie diese Anforderungen in der Kürze der Zeit realisiert.

Bereits im Sommer hat die Freie Waldorfschule in Haan-Gruiten mit Finanzmitteln aus den Sofortinvestitionsprogrammen des Landes für alle Lehrer*innen und bedürftigen Schüler*innen Laptops angeschafft. So ist niemand von der Teilnahme am Digitalunterricht ausgeschlossen.  

„Seit den Sommerferien finden regelmäßig samstags Schulungen des Kollegiums statt, um alle Lehrer*innen mit den technischen Voraussetzungen vertraut zu machen und Möglichkeiten und Chancen digitalen Unterrichts zu vermitteln“, unterstreicht Geschäftsführerin Katrin Driesen-Glittenberg eine wichtige Maßnahme, die auch in diesem Jahr fortgeführt werden soll.

 

Denn der digitale Austausch bestimmt nicht nur den Lehrplan: “Konferenzen, Elternsprechtage usw. finden seit dem Sommer in digitaler Form statt. Für unser Info-Wochenende für Eltern, die im Sommer ein Kind einschulen wollen, wird zur Zeit an einer digitalen Alternative gearbeitet.“

 

Katrin Driesen-Glittenberg beschreibt auf Redaktions-Nachfrage wie der Schulunterricht an der Freien Waldorfschule in Gruiten für die drei Schulstufen aussehen wird. Dabei folgen die Planungen für den Distanzunterricht einer Leitlinie, nach der die Schüler*innen altersgemäß gefordert werden, ohne sie dabei zu überfordern − auch in Hinsicht auf die Arbeitszeiten am Computer. „Gerade für die jüngeren Schüler*innen sollen zu lang andauernde Lernphasen am Computer vermieden werden“, betont Katrin Driesen-Glittenberg: 

 

„Für die Schüler*innen der Unterstufe werden kurze, kompakte Online-Sequenzen angeboten sowie Videos und Audios aufgenommen, die die Kinder neben weiterem Unterrichtsmaterial zur Bearbeitung erhalten.

In der Mittelstufe liegt der Schwerpunkt des Distanzunterrichts auf dem sogenannten Hauptunterricht (dieser beinhaltet neben den üblichen Hauptfächern auch Fächer aus den Bereichen Naturwissenschaften und Geschichte) und den Fremdsprachen. Zusätzlich werden Sprechzeiten der Klassenlehrer angeboten.

In der Oberstufe und der Abschlussklasse des Berufskollegs wird der Schwerpunkt des Distanzunterrichts ebenfalls auf dem Epochenunterricht liegen, sowie auf den abschlussrelevanten Fächern. Aber auch künstlerisch-kreative Angebote werden eingeplant, auch wenn die praktische Umsetzung des künstlerisch-praktischen Unterrichts eine Herausforderung darstellt.“

 

Für Kinder der Klassen eins bis sechs, die nicht daheim betreut werden können, gibt es eine Notbetreuung, alle Infos dazu und zum Distanzunterricht sind auf der Internetseite nachzulesen. 

 

Foto: pixabay


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