Online-Petition gegen neue Kita-Gebühren in Haan erreicht erforderliches Quorum
23.07.2026Eine Online-Petition zur neuen Kita-Gebührenregelung in Haan hat innerhalb kurzer Zeit das erforderliche Quorum für die Stadt erreicht. Die Initiative „Faire Familienpolitik“ ruft auf der Plattform openPetition unter dem Titel „Stoppt die neuen Kita-Gebühren in Haan – Für Fairness, Planbarkeit, eine familienfreundliche Zukunft“ zur Unterstützung auf.
Hintergrund ist eine Neufassung der Elternbeiträge für Kinderbetreuung in Haan. Nach zehn Jahren wurde die bisherige Regelung überarbeitet und vom Haaner Stadtrat eine neue Beitragssatzung beschlossen. Die Änderungen betreffen die Gebühren für Plätze in Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kindertagespflege sowie für die Offene Ganztagsschule (OGS). Ziel der Neuregelung war es unter anderem, die finanzielle Belastung gerechter auf die Familien zu verteilen.
Gegen die neuen Regelungen richtet sich nun die Online-Petition der Gruppe „Faire Familienpolitik“. Seit der Veröffentlichung am 21. Juli 2026 haben nach Angaben der Initiatoren bereits mehr als 700 Menschen unterschrieben. Am 24. Juli 2026 (früh morgens) lag die Zahl der Unterstützer bei 745 Unterschriften, zudem wurden mehr als 240 Kommentare abgegeben. Für Haan liegt das erforderliche Quorum laut openPetition bei 580 Unterschriften. Mit dem Erreichen dieser Marke wird die Plattform die Petition nach eigenen Angaben an den Adressaten – Bürgermeister Vincent Endereß – weiterleiten beziehungsweise eine Stellungnahme anfragen.
Die Initiatoren kritisieren vor allem die aus ihrer Sicht steigenden finanziellen Belastungen für Familien. Sie fordern unter anderem eine transparente und frühzeitige Information über Gebührenänderungen sowie mehr Planungssicherheit bei der Kinderbetreuung.
Konkret richtet sich die Petition gegen eine Ausweitung höherer Gebührensätze vom U2- auf den U3-Bereich. Außerdem fordern die Unterstützer flexible und bedarfsgerechte Betreuungsmodelle, bei denen nur tatsächlich benötigte Betreuungszeiten berechnet werden sollen.
Darüber hinaus bemängeln sie, dass Familien nicht durch höhere Beiträge zusätzlich belastet werden sollten, wenn gleichzeitig Einschränkungen bei der Betreuung auftreten – etwa durch Personalausfälle, verkürzte Betreuungszeiten oder wiederkehrende Notbetreuung.
In der Begründung der Petition heißt es, Entscheidungen mit weitreichenden finanziellen Folgen müssten frühzeitig kommuniziert und gemeinsam mit den betroffenen Familien beraten werden. Hohe Kita-Beiträge dürften aus Sicht der Initiatoren nicht dazu führen, dass Familien Betreuungsangebote aus finanziellen Gründen einschränken müssen.
Die Petition richtet sich an Bürgermeister Vincent Endereß. Eine allgemeine Presseinfo der Stadt zu den Forderungen liegt bislang nicht vor.
Quelle: openPetition, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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