Debatte um Polizeiwache: WLH fordert Alternativlösung zum Millionen-Neubau

30.08.2025

Die Diskussion um den geplanten Neubau einer Polizeiwache in Haan, genauer gesagt einer Bezirksdienststelle, sorgt weiter für Unruhe und ist auch am heutigen Samstag (30. August 2025) Thema beim Dialogstand der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) in der Innenstadt. 

 

Nach Angaben der WLH sind die bisher veranschlagten Kosten von gut sechs Millionen Euro für das Projekt an der Kaiserstraße nicht vertretbar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Bezirks- und Schwerpunktdienst (BSD) in Haan derzeit nur mit fünf Polizeibeamtinnen und -beamten besetzt sei.

 

Fisch-Schalte

 

WLH-Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin Meike Lukat warnt vor einem „teuren Prestigeprojekt“ für wenige Bedienstete und plädiert stattdessen für eine kosteneffiziente Lösung: „Mit einem Ü-6-Mio€-Neubau für fünf Bedienstete der Polizei, wenn denn mal alle da sein sollten, ist uns doch wieder ein Filmbeitrag bei Mario Barth sicher. Dann werden verärgerte Bürger:innen vielleicht auf Klappstühlen sitzend vor geschlossenen Jalousien in einem Film zu sehen sein. Davor warne ich als WLH-Bürgermeisterkandidatin“, so Meike Lukat.

 

Die WLH setzt sich dafür ein, die Polizei künftig in dem geplanten Rathausneubau unterzubringen. Dort könnten nach Einschätzung der Fraktion Synergien entstehen – insbesondere durch eine engere Zusammenarbeit mit dem städtischen Dezernat für Ordnung und Sicherheit. Modelle dieser Art gebe es bereits in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens, argumentiert die WLH.

 

Unklar bleibt bislang, wie die künftige Personalausstattung der Haaner Polizei aussehen wird. WLH-Angaben zufolge sei Landrat Thomas Hendele (CDU) hierzu mehrfach angeschrieben worden, ohne bislang eine Antwort zu geben. Auch von der Stadtverwaltung gebe es bislang keine Informationen zum aktuellen Stand des Berufungsverfahrens im Zusammenhang mit der Standsicherheit des geplanten Neubaus der Polizeiwache an der Kaiserstraße 21. Ein Rechtsstreit mit dem Nachbarn des Gebäudes an der Kaiserstraße 23, der die Bauarbeiten monatelang ins Stocken gebracht hat, wurde Mitte Juli 2025 erstmal vom Landgericht Wuppertal zugunsten der Stadt entschieden (Bericht anzeiger24.de). Offen blieb bisher, ob die Eigentümer gegen das Urteil Berufung einlegen werden.

 

 

Infos/Foto klein: WLH, Foto Hintergrund: pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

 

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