AG Rathausneubau: WLH freut sich über mehr Transparenz und drückt aufs Gaspedal

22.04.2026

Beim ersten Treffen der Arbeitsgruppe (AG) zum Rathausneubau in Haan hat es einen wichtigen Konsens gegeben: Künftig soll das Verfahren transparenter werden, beschreibt die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH).Darauf hätten sich die Teilnehmenden einvernehmlich geeinigt. Sowohl die kommenden Sitzungen der AG als auch die Inhalte der Beratungen sollen öffentlich zugänglich gemacht werden.

 

Trotz dieses Fortschritts fiel das Fazit zum Auftakttermin gemischt aus. Nach Einschätzung der WLH-Fraktionsvorsitzenden Meike Lukat war die rund zweistündige Sitzung nur begrenzt ergiebig. Grund dafür sei vor allem gewesen, dass im Vorfeld keine umfassenden Unterlagen zur Verfügung standen, die eine fundierte Vorbereitung ermöglicht hätten.

 

Thera-Concept

 

Inhaltlich setzt die WLH-Fraktion ihren Schwerpunkt klar auf eine Reduzierung der Baukosten. Dabei spielt aus ihrer Sicht auch der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Angesichts steigender Baupreise drängt die Fraktion auf eine zügige Fortsetzung der Beratungen: Aktuell würde von jährlichen Kostensteigerungen von bis zu 6,5 Prozent ausgegangen, das sei zuletzt die Einschätzung in den Fachausschüssen des Landtags NRW gewesen. 

 

Entsprechend fordert die WLH-Fraktion, dass die AG zeitnah erneut zusammentritt, dann jedoch auf Grundlage vollständiger und detaillierter Unterlagen. Konkret verlangt sie unter anderem:

  • ein aktuelles Raumprogramm, aus dem hervorgeht, wie die geplante Einsparung von rund 30 Prozent der Arbeitsplätze - etwa durch Homeoffice und Desksharing - in den einzelnen Ämtern umgesetzt werden soll,
  • eine transparente Darstellung möglicher Einsparpotenziale im technischen Bereich, die laut Projektleitung rund sechs Millionen Euro betragen könnten, inklusive einer Bewertung der langfristigen Auswirkungen auf Betriebs- und Unterhaltungskosten,
  • eine fundierte rechtliche Ausarbeitung zu den Spielräumen nach §132 GWB, um zu klären, welche Änderungen am Projekt ohne ein neues Vergabeverfahren überhaupt möglich sind,
  • eine Gegenüberstellung der aktuellen Planungen mit dem Raumbedarf der Volkshochschule (VHS),
  • sowie Ergebnisse eines interkommunalen Vergleichs, insbesondere zur möglichen Zusammenarbeit im Bereich Stadtarchiv, wie sie andere Kommunen bereits praktizieren.

  

Aus Sicht von Meike Lukat könnte die Arbeitsgruppe bei rechtzeitiger Bereitstellung dieser Informationen effizient arbeiten. Sie hält maximal zwei weitere Sitzungen für ausreichend, um ein abgestimmtes Ergebnis zu erarbeiten. Dieses könnte dann Anfang Juni 2026 im Stadtplanungsausschuss vorgestellt und anschließend in den politischen Gremien weiter beraten werden.

 

Der Rathausneubau bleibt damit ein zentrales kommunalpolitisches Thema, mit wachsendem Druck sowohl finanziell tragfähige als auch zügig umsetzbare Lösungen zu finden.

 

Quelle: WLH Haan, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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