Deine Stadtauswahl:
Hilden ( ändern)

Viaggiando – auf Reisen: Bilder von Ines Döllert, Davina und Alexandra Skedzuhn

Was verbindet eine Hildener Goldschmiedin in Italien, eine ehemalige Balletttänzerin aus Großbritannien und eine Denkmalpflegerin in Berlin? Es ist nicht nur ihre Wahl-Heimat Hilden, sondern ihre gemeinsam unternommenen Reisen nach Italien und Schottland.

Und das zeigt das Trio in seiner Gemeinschaftsausstellung "Viaggiando" im Haus Hildener Künstler. 
Die öffentliche Vernissage beginnt am Donnerstag, 7. März, um 19 Uhr im Galerieraum des H6. Die Begrüßungsrede und eine kurze Einführung in die Arbeiten hält Kirsten Graf. Danach ist die Ausstellung täglich bis zum 10. März geöffnet von 11 bis 18 Uhr. Am Sonntag gibt es um 17 Uhr eine Finissage. Die Künstlerinnen sind an allen Tagen der Ausstellung anwesend. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Ines Döllert lebt und arbeitet als Goldschmiedin seit über 30 Jahren in Perugia, Italien. Ihre Leidenschaft zu malen ist der Ausdruck und die Umsetzung von Proportionen. Für sie war es zunächst einfach ein Spiel mit Farben, doch daraus ist mehr geworden. In ihren meist großflächigen Arbeiten setzt sie sich mit Italien auseinander. Häufig spiegeln ihre Themen das Leben wie in einer Momentaufnahme wieder oder sind Alltagssituationen. Die künstlerische Auseinandersetzung ist auch ein Gegenpol zum minuziösen Arbeitsalltag als Goldschmiedin. In den letzten Jahren hat Döllert ihre Arbeiten in Deutschland, Perugia, Palermo, Syrakus und Monte-Carlo gezeigt und zahlreiche internationale Anerkennungen und Auszeichnungen erhalten.+

Seit mehr als 40 Jahren lebt Davina Skedzuhn in Hilden. Neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin für den “Scottish Country Dance” widmet sie insbesondere der Aquarellmalerei. 1985 nahm sie ersten künstlerischen Unterricht bei Charlotte Kelp in Hilden, später vertiefte sie ihr Wissen bei Kirsten Graf. Neben der klassischen Aquarellmalerei experimentierte sie später mit Öl-, Acryl- und Pastellfarben, Tinte und Collagetechniken. Inspiriert von der unmittelbaren Schönheit und Ausdruckskraft der Natur findet die Künstlerin ihre Sujets – Stilleben von Blumen und Landschaften - sowohl auf Reisen als auch im heimischen Garten. Einige ihrer Auslandsreisen nutzte sie zur Vertiefung der Pleinairmalerei, vorwiegend in Großbritannien unter namhaften Künstlern wie etwa Eddie Lang, dem Portraitmaler von Elisabeth II., Königin von England. Davina Skedzuhn ist seit langem Mitglied im Verein Haus Hildener Künstler H6.

Als Hildener Denkmalpflegerin setzt sich Alexandra Skedzuhn beruflich wie auch privat mit dem historischen gebauten Erbe auseinander. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Florenz arbeitete sie zuerst als Restauratorin für historische Architekturoberflächen. Konkret beschäftigt sie sich mit den historischen Maltechniken von Wandmalereien. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit an der Universität Cottbus ist die Auseinandersetzung mit dem gebauten Erbe jedoch vornehmlich theoretischer Art. Daher begann Skedzuhn, quasi als ein Gegenpol, auf Reisen künstlerische Aquarellskizzen von leichter Hand anzufertigen. Als Themen ihrer Aquarelle kommen architektonischer Elemente oder Ensembles in Frage, dabei reizen sie zerfallene Tempeltüren ebenso wie verwinkelte Gassen. Über ihre Arbeiten sagt Alexandra Skedzuhn: „Es sind unmittelbare Eindrücke, die das Wesen eines Ortes wiedergeben.“