Deine Stadtauswahl:
Hilden ( ändern)

H6: „Säge & Werk. Foto & Malerei"

Skulpturen von Jürgen Brockerhoff und Fotografie von Lothar Weuthen

Die beiden freischaffenden Künstler Jürgen Brockerhoff und Lothar Weuthen leben in Mettmann und sind seit Jahren befreundet. Ihr künstlerisches Werk umfasst Malerei, Fotografie und bei Brockerhoff auch die Bildhauerei. Die beiden Autodidakten sind Mitglieder im Kunsthaus Mettmann und haben ihre Arbeiten bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.
Jürgen Brockerhoffs aktuelles Lieblingswerkzeug ist die Kettensäge. Mit diesem eher groben Gerät gelingt es ihm, seine ursprünglich in der Malerei entwickelten figurativen Formen auf die Skulptur zu übertragen. Er setzt diese sowohl mit alten Fachwerkbalken als auch direkt aus dem Eichenstamm in freistehende Objekte um. Dabei gehören die im H6 gezeigten Exponate aus der Skulpturenreihe „der Brockerkopf“ zu seinen neuen Arbeiten. Auf seinen Ausstellungen immer präsent sind seine charakteristischen Pfahlstädte. Darunter versteht man Stadtbilder, die Brockerhoff auf Basis alter Fachwerkpfosten gestaltet. Er sägt und schlägt die Formen, um sie anschließend zu collagieren und zu bemalen. In den 1980er Jahren hat der Künstler damit begonnen, bis heute „baut“ er diese Städte in veränderten Formaten und Gestaltungsformen, wenn ihm eine passende verwitterte Bohle oder ein großformatiges Stück Treibholz in die Hände gelangt.

Lothar Weuthen zeigt im H6 neue Fotoarbeiten aus seiner Werkreihe „PhotoPainting“, die seine Vielseitigkeit als künstlerisch arbeitender Fotograf verdeutlicht. Seine Spezialität ist das Wahrnehmen und Entdecken von besonderen Motiven, die das Auge des eher flüchtigen Betrachters so nicht wahrnimmt. In seiner Serie von Schwarzweiß-Fotos wird dies besonders deutlich. Weuthen geht es hier insbesondere um das Filigrane von statischen Strukturen.
Bei seinen Arbeiten aus der Reihe „PhotoPainting“ geht es nicht um die Abbildung von Realität, wie sie jeder sieht, sondern vielmehr um Abstraktion und Verfremdung. Das kann bei der Aufnahme beginnen, wenn durch die Bewegung der Kamera eine Unschärfe erzeugt wird. Dann folgen gegebenenfalls die digitalen Nachbearbeitung, Überlagerungen durch die Composing-Technik bis hin zur malerischen, digitalen Überarbeitung. Für diese Fotoarbeiten hat Weuthen bereits zahlreiche Preise in internationalen Fotocommunities erhalten.

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 18. August, und endet mit einer Finissage ab 14 Uhr. Öffnungszeiten: freitags von 18 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.
Der Eintritt ist frei.