Deine Stadtauswahl:
Hilden ( ändern)
Stadtverwaltung / Rathaus

Stadtverwaltung / Rathaus

Ausbildung: Stadt Hilden als Arbeitgeber

Berufseinstieg im öffentlichen Dienst

Eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst? „Viele Schulabgänger haben keine oder falsche Vorstellungen von der Arbeit einer Stadtverwaltung“, sagt Anke Maurer, Ausbildungsleiterin bei der Stadt Hilden. Da herrschen nach wie vor viele Klischees vom „gemütlichen Beamten-Job“ vor. „Andere Jugendliche wiederum glauben, dass die Arbeit eintönig und trocken ist. Dieses Bild können wir korrigieren.“ Zum Beispiel bei der Ausbildungsbörse Hilden.

Am 28. April haben Schulabgänger/innen und Orientierungssuchende im Evangelischen Schulzentrum an der Gerresheimer Straße die Möglichkeit, sich mit Mitarbeiter/n/innen und aktuellen Azubis aus dem Hildener Rathaus auszutauschen. Aus Erfahrung weiß Anke Maurer: „Nach einem solchen Gespräch können die Schüler besser einschätzen, ob sie für eine Tätigkeit bei der Stadt geeignet sind.“
Klar ist: Die Verwaltung ist abwechslungsreicher, als man denkt. Und der öffentliche Dienst bietet viele mitarbeiterfreundliche Vorteile, zum Beispiel: Weiterqualifizierungen, betriebliches Gesundheitsmanagement und flexible Arbeitszeiten.
Auf der anderen Seite werden hohe Anforderungen gestellt, zum Beispiel Lernbereitschaft, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit und Kontaktfreudigkeit. „Vor allem ist man nah beim Bürger“, sagt Anke Maurer. Wer sich dafür begeistern kann, sollte die Chance für eine Bewerbung wahrnehmen.
Zunächst steht ein strukturiertes Auswahlverfahren an. Dazu gehört ein schriftlicher Eignungstest, in dem beispielsweise Sprach- und Mathematikkenntnisse, Merkfähigkeit und Arbeitstempo überprüft werden. Es folgen ein Vorstellungsgespräch und ein Kurzpraktikum. »Wir sind die einzige Stadt im Kreis, die diese Probearbeit anbietet. Das kann ich für beide Seiten empfehlen«, sagt Anke Maurer. »Denn lieber stelle ich frühzeitig fest, welche Fähigkeiten die Bewerber mitbringen. Das ist besser, als wenn der Azubi nach einem Jahr feststellt, dass es doch nicht das richtige für ihn ist.« Natürlich hat sie auch Fälle erlebt, bei denen sich junge Leute nach Startschwierigkeiten positiv entwickelt haben. Und eine Laufbahn bei der Stadt bietet viele Chancen, sich weiter zu entwickeln.
Das hat zum Beispiel ein gewisser Horst Thiele genutzt: Er startete 1969 im Hildener Rathaus seine Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt, wurde später Jugendamtsleiter, Dezernent, Kämmerer – und schließlich Bürgermeister. Zugegeben: Solche Karrieren kommen nicht so häufig vor, machen aber Mut.