Unredliche Park & Fly-Anbieter kontrolliert: Anvertraute Fahrzeuge für Rennen und Shuttle genutzt
13.10.2026Unseriöse Dienstleister nehmen Auto an – und bei der Rückgabe gibt es Schäden oder überhöhte Kilometerstände
Viele Urlaubsreisende aus dem Kreis Mettmann fliegen vom Düsseldorfer Flughafen aus in die Ferne – und insbesondere nun bei den bevorstehenden Herbstferien ab dem 16. Oktober 2026. Dabei stellt sich oft die Frage: Wie kommt man dort hin? Eine Möglichkeit: mit dem Auto, das muss dann aber irgendwo abgestellt werden. Und das machen sich dubiose Anbieter von Park & Fly-Services – vornehmlich in der Nachbarschaft Ratingen – zunutze, erklärt die Kreispolizei. Neben den seriösen Unternehmen gibt es auch „schwarze Schafe“.
Im August 2026 beispielsweise haben Einsatzkräfte der Polizei und des Hauptzollamts Düsseldorf mit dem Straßenverkehrsamt 14 Shuttle-Transporter kontrolliert und hierbei mehrere Verstöße festgestellt.
Das Auto bleibt zurück – aber nicht unbedingt stehen: Wer fährt eigentlich mit meinem Auto?
Ein Ergebnis: Vier der untersuchten Fahrzeuge hatten keine Genehmigung zum Transport von Personen. Außerdem fiel den Beamtinnen und Beamten ein Wagen mit niederländischen Kennzeichen auf, das mehrfach an der Kontrollstelle vorbeigefahren war. Die Polizei stoppte das verdächtige Fahrzeug und stellte fest, dass es einem Kunden eines Park & Fly-Unternehmen gehört. Es wurde demnach „zweckentfremdet“ und zum Transport von Fluggästen genutzt. Folglich wurde eine Strafanzeige wegen des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs aufgesetzt.
Ebenso konnte der Zoll einen Sozialversicherungsverstoß und einen Meldeverstoß aufspüren.
Urlauber-Auto als Shuttle-Taxi und Rennfahrzeug? Polizei schaut genauer hin
Dies sind offenbar keine Einzelfälle: Schon lange ermittelt die Polizei wegen des Verdachts, dass einzelne Unternehmen im Bereich Ratingen ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die ihnen anvertrauten Fahrzeuge von Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen. Daher soll es auch in Zukunft weitere Kontrollen geben.
Nicht nur für Shuttle-Fahrten, sondern sogar zur Begehung von Straftaten oder illegale Straßenrennen.
In vielen Fällen wurden die Fahrzeuge zum Teil mit erheblich erhöhten Kilometerständen oder Schäden an die Kundinnen oder Kunden zurückgegeben. Darüber hinaus hatten sich Anwohnerinnen und Anwohner in Ratingen-West beschwert, weil die Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden.
Die Polizei empfiehlt daher:
Bei der Fahrzeugübergabe sollten der Zustand des Fahrzeugs und der Kilometerstand dokumentiert werden, etwa durch Fotos.
Seriöse Anbieter parken Fahrzeuge in bekannten Parkhäusern oder auf registrierten Flächen.
Bei ungewöhnlich günstigen Angeboten oder unklaren Firmenstrukturen sollte man ebenfalls argwöhnisch werden.
Wer nach einer Reise ungewöhnliche Kilometerstände, Schäden oder sonstige Auffälligkeiten an seinem Fahrzeug feststellt, sollte dies bei der Polizei anzeigen.
Quelle/Fotos: Kreispolizei Mettmann
bearb.: KA
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