Rheinpegel steigt – Was bedeutet das für Monheim?

Sieben Meter werden am Wochenende erwartet – Flutmulde am Deich und Leinpfad derzeit gesperrt

Winterzeit ist im Rheinland auch Hochwasser-Zeit. Und im Augenblick vermelden die Behörden wieder einen Anstieg. Am Freitagmorgen, 15. Dezember 2023, um 7 Uhr haben die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Köln am Kölner Pegel (KP, in der Altstadt) einen Rheinwasserstand von 7,04 Metern gemessen.

Tendenz steigend bis zum Samstag, dann könnte die Marke von 7,50 Metern überschritten werden.

 

Ab 6,20 Meter KP gelten erste Einschränkungen für den Rheinverkehr: Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und in der Mitte des Flusses fahren, um Uferbeschädigungen zu vermeiden.

 

Allerdings wäre das noch verhältnismäßig „ruhiges Fahrwasser“. Erst ab 8,30 Meter KP muss die Schifffahrt in Köln vollständig eingestellt werden.

Die Schutzhöhe reicht bis zu zehn Meter.

 

In Düsseldorf wurden bereits am Dienstag, 12. Dezember 2023, die Zuläufe zur inneren südlichen und nördlichen Düssel zugeschoben. Der Wasserspiegel des Spee'schen Grabens wurde um etwa 60 Zentimeter gesenkt. 

Das Hochwassertor in Hamm wurde am Donnerstag, 14. Dezember 2023, geschlossen.

 

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Am Sonntag, 17. Dezember 2023, wird allerdings wieder mit einem Rückgang gerechnet.

 

Leverkusen und Monheim ganz entspannt

In Monheim habe sich "der Deich bewährt", teilt uns die Stadt auf Nachfrage mit: "Ab 5,50 Meter Kölner Pegel werden Deich und Rheinbogen in Monheim am Rhein überwacht und bei Überflutungsgefahr die notwendigen Sperren eingerichtet. Momentan sind die Flutmulde hinter dem Deich in Monheim und der Leinpfad, also der Fuß- und Radweg zwischen Klappertorstraße und Campingplatz, gesperrt."

 


Ob am Urdenbacher Weg Absperrungen aufgestellt werden, entscheidet sich je nach Pegelstand am Samstagmorgen. Im Falle einer Sperrung würden die Bahnen der Stadt Monheim die Umleitung der Linie 788 über die Fahrgastanzeigen und Social-Media-Kanäle kommunizieren, erklärt die Stadt weiter.

Die Buslinie würde wie folgt umgeleitet werden: Die Haltestellen Moosweg, Im Sträßchen, Schwanenstraße, Schallenstraße, Campingplatz, Haus Bürgel und Düssseldorf-Mühlenplatz werden nicht angefahren. Bedient werden nur die Bahnhöfe in Hellerhof und Garath. Die Umleitung ab Baumberg erfolgt über die Haltestellen Stauffenbergstraße bis Hellerhof, Frankfurter Straße, Rostocker Straße, Koblenzer Straße, Südallee und Tübinger Straße. Danach gilt der gewohnte Linienweg.

 

 

Welche Bereiche im Monheimer Stadtgebiet wann gesperrt werden, steht auf der städtischen Website im Bereich "Kanal und Deich“.

 

 

Auch die Stadt Leverkusen ist recht entspannt: „Derzeit ist der Radweg durch die Rheinaue, Bereich Pontonbrücke und Schiffsbrücke ab Kriegerdenkmal Rheindorf bis zum Stadtteil Wiesdorf gesperrt. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich“, teilt uns die Pressestelle mit. „Die Technischen Betriebe verfolgen das Geschehen aufmerksam.“

 

Im Bereich Hitdorfer Hafen würde der Rhein bei einem Pegelstand von ca. 8,30 Meter KP die Rheinstraße überfluten.

 

Die Wasserstandsvorhersage kann beim Hochwassertelefon unter 0221/221-26161, abgerufen werden.

Eine Hochwasserkarte gibt es hier.

 

Bericht: Achim Kaemmerer

Archivfoto: anzeiger24.de

 


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