Kaputte Möbel, Scherben und Hausrat
09.10.2026Monheim geht gegen illegale Müllberge vor
Die Müllberge wachsen, obwohl regelmäßig geräumt wird: In Monheims Berliner Viertel und Teilen Baumbergs landen Sofas, Schränke, Teppiche und anderer Abfall auf Gehwegen und Feuerwehrflächen. Die Stadt fährt den Sperrmüll inzwischen wöchentlich ab – gemeinsam mit der Awista. Doch das Problem bleibt.
Ermittlungen gegen Müllsünder
Mit einer verwaltungsinternen Taskforce will Bürgermeisterin Sonja Wienecke wirksamer gegen illegale Müllentsorgung vorgehen. Seit dem Frühjahr hat der Kommunale Ordnungsdienst nach Angaben der Stadt 56 Fälle mit ausreichendem Anfangsverdacht für weitere Ermittlungen bearbeitet. Hinweise aus der Nachbarschaft halfen bereits, Verursacher zu identifizieren. Die Stadt betont: Illegales Abladen ist kein Kavaliersdelikt. Besonders gefährlich wird es, wenn Müll Feuerwehrzufahrten versperrt oder problematische Stoffe zwischen Sperrmüll und Restabfällen liegen.
Auch Vermieter stehen in der Pflicht
Die Stadt sieht nicht nur die Verursacher in der Verantwortung. Auch das Immobilienunternehmen LEG müsse stärker mitwirken, heißt es aus der Verwaltung. Mieter berichteten von fehlenden Informationen zu Abholterminen und schwer erreichbaren Ansprechpersonen. Nach Einschätzung der Städtischen Betriebe liegen rund 80 Prozent der betroffenen Flächen nicht auf städtischem Grund.
Kameras und neue Kontrollen im Gespräch
Um Müllsünder besser zu überführen, prüft die Taskforce eine mögliche Kameraüberwachung. Hinweisschilder mit Informationen zu den rechtlichen Folgen illegaler Ablagerungen und besser sichtbare Sperrmülltermine sollen ebenfalls helfen. Auch der Einsatz sogenannter Mülldetektive wird erwogen. Zusätzlich setzt die Stadt auf gemeinsame Aufräumaktionen und Patenschaften für einzelne Quartiere.
bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Pia Mahr
Weitere Nachrichten aus Monheim gibt es unter www.anzeiger24.de/monheim/news/
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