Jahrelang passierte nichts – jetzt soll es im Hasholzer Grund schnell gehen
17.06.2026Rund 200 neue Wohnungen könnten auf den bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen gebaut werden
Im Monheimer Neubaugebiet Hasholzer Grund Süd soll es nach jahrelangem Stillstand weitergehen. Die Stadt will die Planungen für den dritten Bauabschnitt wieder aufnehmen. Dort könnten rund 200 neue Wohnungen entstehen.
Auf den derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen dem Frankreichviertel und dem Bereich, in dem bereits die Tiefbauarbeiten laufen, sind nach bisherigen Planungen insgesamt 147 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie 62 Einfamilienhäuser vorgesehen.
Eigentümerin der Flächen ist die Deutsche Reihenhaus AG. Das Unternehmen ist auf den Bau von Reihenhäusern und bezahlbarem Wohnraum in serieller Bauweise spezialisiert.
Planungen lagen zuletzt auf Eis
Die Planungen für den Hasholzer Grund Süd laufen bereits seit mehreren Jahren. Das Bebauungsplanverfahren wurde Ende 2019 gestartet. Ein Jahr später entschied sich der Stadtrat für einen städtebaulichen Entwurf, der die Grundlage für die weitere Entwicklung bilden sollte.
2022 schloss die Stadt mit der Deutschen Reihenhaus AG bereits einen städtebaulichen Vertrag. Im selben Jahr wurden die Pläne öffentlich ausgelegt und die zuständigen Behörden beteiligt.
Ende 2024 wurde das Verfahren jedoch aufgeteilt: Während die Planungen für den vierten Bauabschnitt an der Wolfhagener Straße weiterliefen, wurden die Arbeiten am dritten Bauabschnitt zunächst gestoppt.
Auslöser für den Planungsstopp war ein Konflikt zwischen Ex-Bürgermeister Zimmermann, unterstützt von seiner PETO, und der Deutschen Reihenhaus AG.
Nun soll das Projekt aber wieder Fahrt aufnehmen.
Baustart frühestens im Herbst 2027
Nach Angaben der Stadtverwaltung laufen derzeit Gespräche mit der Deutschen Reihenhaus AG über die weitere Entwicklung des Gebiets.
Wenn das Bebauungsplanverfahren in den kommenden Monaten neu gestartet wird, könnte es nach Einschätzung der Stadt im Sommer 2027 abgeschlossen werden. Mit dem Bau der Häuser könnte dann frühestens im Herbst 2027 begonnen werden.
Europaallee soll das neue Wohngebiet erschließen
Eine wichtige Voraussetzung für das Projekt ist der Weiterbau der Europaallee. Die Straße soll das neue Wohngebiet künftig an das bestehende Straßennetz anbinden.
Die Stadt verhandelt derzeit mit den betroffenen Grundstückseigentümern über die benötigten Flächen. Ziel ist eine einvernehmliche Lösung, damit ein bereits eingeleitetes Umlegungsverfahren nicht weitergeführt werden muss.
Über die nächsten Schritte beim Ausbau der Europaallee soll nach Angaben der Verwaltung bereits im kommenden Sitzungslauf beraten werden.
Sollten sich alle Beteiligten einigen, könnten im Hasholzer Grund Süd in den kommenden Jahren mehr als 200 neue Wohnungen entstehen – darunter vor allem Wohnraum für Familien und Haushalte mit mittleren Einkommen.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
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