Europaallee im Baumberger Osten
15.10.2026Warum eine Baumreihe verschwinden muss
Im Baumberger Osten schreitet die Vorbereitung weiterer Wohngebiete voran. Eine zentrale Rolle soll künftig die geplante Europaallee übernehmen. Damit sie gebaut werden kann, laufen bereits erste Arbeiten zur Erschließung der Flächen. Zuletzt wurde ein Regenversickerungsbecken ausgehoben. Der dabei gewonnene Boden soll direkt vor Ort zum Auffüllen der künftigen Straße, eines Grünzugs und des dritten Bauabschnitts der Deutschen Reihenhaus verwendet werden. So lassen sich unnötige Transporte und die Anlieferung zusätzlichen Materials vermeiden.
Gehölzstreifen muss weichen
Für die Weiterverwendung des Bodens müssen Flächen auf der ehemaligen Bezirkssportanlage vorbereitet werden. Deshalb entfernt eine Fachfirma einen etwa 200 Meter langen Streifen aus Bäumen und Sträuchern. Die Gehölze hatten früher den Sportplatz vom angrenzenden Acker getrennt. Der Eingriff ist nach aktuellem Planungsstand unvermeidbar: Die Fläche wird für die Europaallee und die weitere Erschließung benötigt. Zudem muss das Gelände um rund 1,60 Meter angehoben werden. Ein Erhalt der Bäume ist daher nicht möglich.
Ersatzpflanzungen sind vorgesehen
Auch eine Verpflanzung einzelner Bäume wurde geprüft, erwies sich jedoch als wenig sinnvoll. Wegen des dichten Wuchses reichen ihre Wurzeln weit ineinander. Beim Ausgraben würden wichtige Feinwurzeln beschädigt. Eine erfolgreiche Verpflanzung würde zudem eine mehrjährige Vorbereitung und intensive Pflege erfordern – ohne Garantie, dass die Bäume am neuen Standort anwachsen. Stattdessen sollen junge, widerstandsfähige Bäume gepflanzt werden, die sich an die neuen Bedingungen anpassen können. Umfangreiche Ersatzpflanzungen sind sowohl in den Wohngebieten als auch entlang der geplanten Europaallee vorgesehen.
bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Thomas Spekowius
Weitere Nachrichten aus Monheim gibt es unter www.anzeiger24.de/monheim/news/
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