Einfach nur goldig: Die Moorschnucken kehren zurück

Einzelne Wege in der Hildener Heide werden während Beweidung temporär gesperrt

Seit dem vergangenen Wochenende sind in der Hildener Heide wieder Moorschnucken zu bestaunen. Die Schafherde wird sich etwa sieben bis zehn Tage lang die Magerrasen-, Heide- und Moorflächen beweiden, um so die landschaftstypische Vegetation zu pflegen und um unerwünschte Gehölze zurückzudrängen, teilt die Biologische Station Haus Bürgel mit: "Die Heideflächen in unserer Region sind keine ursprüngliche Naturlandschaft, sondern eine Kulturlandschaft, die erst durch jahrhundertelange Nutzung und Beweidung durch menschliche Einwirkung entstanden ist. Die Schafe und Ziegen fressen Gräser, jungen Baumaufwuchs, Brombeeren und andere Pflanzen, die sonst die Heide überwuchern würden. Gleichzeitig knabbern sie die Heidepflanzen an, die dadurch immer wieder von unten austreiben und sich so verjüngen. Ohne die Beweidung würden die Flächen zunehmend verbuschen und sich innerhalb weniger Jahre zu Wald entwickeln.".

 

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Die naturschutzfachlich äußerst wertvollen Heideflächen rund um den Hildener Sandberg werden seit dem Jahr 2002 durch eine Wanderschafherde gepflegt. Die Schäfer ziehen Jahr für Jahr vom Rhein aus durch die Gebiete der Bergischen Heideterrasse, Hildener Heide (Mai/Juni und August/September), Ohligser Heide und Further Moor.

 

Die Wanderschafherde besteht aus etwa 500 bis 600 Moorschnucken ‒ einer sehr kleinen, hornlosen Schafrasse ‒ und etwa 50 Ziegen. Sie wird tagsüber mit Hütehunden beschützt und übernachtet in einem Pferch.

 

Tiere gerissen: Schutzmaßnahmen vor freilaufenden Hunden 

Und das ist auch nötig, denn das Leben der Schafherde ist nicht immer einfach und unbeschwert. In den vergangenen Jahren kam es insbesondere am Hildener Sandberg, trotz entsprechender Pressemitteilungen und Beschilderungen, regelmäßig zu Konflikten mit freilaufenden Hunden, die wiederholt Schafe gerissen oder schwer verletzt haben."

 

Aus diesem Grund haben sich die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann, die Biologische Station Haus Bürgel, der Förster der Stadt Hilden und das Regionalforstamt Bergisches Land einvernehmlich dazu entschieden, einzelne Wege in der Hildener Heide während der Beweidung temporär zu sperren.

Alle Hundehalterinnen und Hundehalter werden gebeten, ihre Hunde während des Aufenthalts der Herde im gesamten Gebiet anzuleinen. Neue Infotafeln der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann rund um den Sandberg erläutern die Besonderheiten der Heideflächen und die Beweidung. 

 

Quelle: Biologische Station Haus Bürgel

Archivfoto: anzeiger24.de 

 

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