Der Rhein sieht harmlos aus

22.10.2026

Monheim stellt 19 Warnschilder am Rheinufer auf


Ein Spaziergang am Rheinufer, eine Pause am Wasser oder ein Ausflug mit Kindern: Der Rhein ist für viele Menschen ein beliebtes Naherholungsgebiet. Doch die scheinbare Ruhe täuscht. Um auf die unterschätzten Gefahren aufmerksam zu machen, setzt die Stadt Monheim am Rhein ihre Aufklärungskampagne fort. In den kommenden Wochen sollen 19 neue Hinweisschilder am Ufer aufgestellt werden. Die Aktion wird gemeinsam mit der Monheimer Feuerwehr und der örtlichen Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) umgesetzt. Die Schilder verweisen auf eine städtische Informationsseite, die über die Risiken des Flusses aufklärt. Die Inhalte stehen auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch zur Verfügung.


Unsichtbare Strömungen, gefährliche Sogwirkungen

Was den Rhein so gefährlich macht, ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Starke Strömungen, Strudel und Wirbel können selbst geübte Schwimmer in Schwierigkeiten bringen. Hinzu kommen die Sogwirkungen vorbeifahrender Schiffe, überraschend tiefe Stellen und Hindernisse unter Wasser. Auch bei Niedrigwasser besteht keine Entwarnung. Dann können Sandflächen und flache Uferbereiche zum Betreten des Wassers verleiten, obwohl die Strömung weiterhin lebensgefährlich ist. Besonders für Kinder ist die Gefahr schwer einzuschätzen.


Aufklärung soll Leben retten

Mit den neuen Schildern will die Stadt Menschen unmittelbar dort erreichen, wo sie dem Wasser nahekommen. Bereits zuvor hatten Stadt, Feuerwehr und DLRG eine Social-Media-Kampagne gestartet. Unter dem Motto „Ein Schritt zu weit kann der letzte sein“ zeigen Videos, wie schnell eine vermeintlich harmlose Situation am Fluss außer Kontrolle geraten kann. Weitere Informationen gibt es online unter www.monheim.de/sicheramrhein.

 

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Schwimmenlernen als wichtiger Schutzfaktor

Die Stadt möchte künftig auch Informationen zum Schwimmenlernen stärker in den Vordergrund rücken. Schwimmkenntnisse sind ein wichtiger Bestandteil der Prävention, können die besonderen Risiken des Rheins jedoch nicht aufheben. Die zentrale Botschaft bleibt deshalb klar: Der Rhein ist kein Badegewässer – auch nicht für gute Schwimmer. Wer einen Notfall beobachtet, sollte sofort die 112 alarmieren und bei einem möglichen Rettungsversuch unbedingt darauf achten, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.


bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Tanja Bamme zeigt: Aktion Rheinrettung mit Feuerwehr, DLRG, und der Stadt mit Bürgermeisterin Sonja Wienecke

 

Weitere Nachrichten aus Monheim gibt es unter www.anzeiger24.de/monheim/news/

 

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