Berliner Viertel: Wilde Müllkippen sorgen weiter für Verdruss
17.10.2026Stadt verschärft Vorgehen gegen illegale Ablagerungen – 56 Verdachtsfälle bearbeitet, Kameraüberwachung wird geprüft
Trotz wiederholter Räumungen bleibt wilder Müll im Berliner Viertel ein hartnäckiges Problem. Alte Möbel, Matratzen und anderer Unrat landen auf Gehwegen und Grünflächen. Kaum sind die Ablagerungen beseitigt, kommt neuer Müll hinzu. Für die Anwohner bedeutet das anhaltenden Ärger. Besonders gefährlich wird es, wenn Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen zugestellt werden.
Wöchentliche Abfuhr reicht bislang nicht aus
Die Stadt versucht bereits seit Längerem, die Müllberge durch häufige Abholungen einzudämmen. Derzeit räumen Awista und Städtische Betriebe im wöchentlichen Wechsel auf. Eine dauerhafte Verbesserung ist damit bislang nicht erreicht worden.
Bürgermeisterin Sonja Wienecke setzt deshalb auf ein verschärftes Vorgehen. Eine verwaltungsinterne Taskforce Müll bündelt die beteiligten Stellen, überprüft Maßnahmen und passt sie bei Bedarf an. Neben der Beseitigung ist auch die Ermittlung der Verursacher stärker in den Mittelpunkt gerückt.

56 Verdachtsfälle – Zahl der Bußgeldbescheide offen
Nach Angaben der Stadt hat sich der Kommunale Ordnungsdienst seit Frühjahr 2026 mit 56 Fällen illegaler Müllentsorgung befasst.
Wie viele Bußgeldbescheide daraus bereits hervorgegangen sind, istnicht veröffentlicht. Die 56 Fälle dürfen deshalb nicht mit 56 verhängten Bußgeldern gleichgesetzt werden.
Kameras und Mülldetektive werden geprüft
Im Gespräch für eine bessere Kontrolle sind außerdem Kameraüberwachung und sogenannte Mülldetektive. Über deren Einsatz ist bislang jedoch noch nicht entschieden. Warnschilder und besser sichtbare Informationen zu Abfuhrterminen sollen ebenfalls helfen.
Auch den Vermieter LEG sieht die Stadt in der Verantwortung. Nach Schätzung der Städtischen Betriebe befinden sich nämlich rund 80 Prozent der verschmutzten Flächen auf nicht städtischem Grund.
Die Kosten trägt die Allgemeinheit
Die wiederholten städtischen Räumeinsätze beanspruchen Personal und öffentliche Mittel. Damit trägt die Allgemeinheit die Folgen illegaler Ablagerungen. Wie hoch die zusätzlichen Kosten und mögliche Bußgeldeinnahmen sind, ist bislang offen. Ob das verschärfte Vorgehen wirkt, wird sich daran zeigen, ob künftig weniger Müll illegal abgestellt werden muss.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
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