Autos landen in Baustelle!

Unfälle auf Opladener Straße

Am späten Montagabend (17. Oktober) sowie in der Nacht zu Dienstag (18. Oktober) kam es an der Opladener Straße zu gleich zwei Autounfällen an gleicher Stelle: Beide Male waren Autos im Graben einer Baustelle gelandet.

 

Fahrererin blieb unverletzt

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass ein Nissan Micra, im Bereich der Baustelle verunfallt war. Eine ältere Frau (80) war gegen 22,. 15 Uhr hinter der Baustellenabsperrung in einen Schutthaufen gefahren. Die Fahrerin blieb glücklicherweise unverletzt und wurde durch den Rettungsdienst betreut. Die ebenfalls alarmierte Polizei stellte im Rahmen ihrer Unfallermittlungen fest, dass die Verkehrsführung an der Unfallstelle möglicherweise aufgrund nicht ausreichender Warnbaken unübersichtlich ausgeschildert gewesen sein könnte, weshalb die Stadt Monheim am Rhein benachrichtigt wurde. Ein Mitarbeiter der Stadt Monheim am Rhein erschien dann vor Ort, um die Baustelle abzusichern.

 

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Zweiter Unfall an selber Stelle

Leider kam es jedoch gegen 0.45 Uhr dann zu einem weiteren Unfall an exakt der gleichen Örtlichkeit. Hier war ein 34 Jahre alter Mann aus Haiger mit seinem Seat Arosa - nun in entgegengesetzter Richtung - von Monheim aus nach Langenfeld gefahren und dabei ebenfalls in den Bereich der Baustelle gefahren. Er verunfallte dann mit seinem Auto am gleichen Schutthaufen, allerdings von der anderen Seite her kommend. Auch der Seat wurde bei dem Unfall total beschädigt und musste abgeschleppt werden. Die Polizei sicherte die Unfallstelle anschließend mit eigenen Mitteln und informierte abermals die Stadt Monheim am Rhein. Die Höhe der bei den Unfällen entstandenen Sachschäden ist noch nicht abschließend geklärt, dürfte aber im mittleren fünfstelligen Bereich liegen.

 

Opladener Straße war gersperrt

Während der Einsatzmaßnahmen war die Opladener Straße, im Bereich der Unfallstelle, gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. "Dass es zu einem weiteren Unfall an der Stelle gekommen ist, ist sehr unglücklich", erklärte Daniel Uebber, Sprecher der Kreispolizei. "Für die Baustelle wurden entsprechende Verkehrliche Anordnungen durch die Stadt genehmigt, die Umsetzung und Unterhaltung der Verkehrslenkung obliegt der Baufirma, diese allein ist in der Bauzeit verkehrssicherungspflichtig", erklärt Andreas Apsel, Bereichsleiter Bauwesen der Stadt Monheim am Rhein.

 

Stadt: Beschilderung war nicht mangelhaft

Die Rufbereitschaft der Städtischen Betriebe habe die Unfallstelle gesichert und umgefahrene Baken wieder aufgestellt, so Apsel. Die Baufirma sei zu dieser Zeit nicht mehr vor Ort gewesen. Seitens der Stadt lägen keine Ergebnisse vor, dass die Ausschilderung mangelhaft sein soll, die pauschale Aussage der Polizei reiche hierfür nicht aus. Eventuell Geschädigte müssten gegenüber der Baufirma nachweisen, dass ein Mangel der Verkehrsführung zu einem Unfallschaden geführt hat, so Apsel.

 
Baustellen: erhöhte Aufmerksamkeit
 
In Baustellen sei immer mit einer mitunter täglich verändernden Verkehrsführung zu rechnen. Apsel: "Die Fahrzeugführer müssen mit erhöhter Aufmerksamkeit auf provisorische Fahrbahnen, wechselnde Untergründe, Engstellen, Fahrbahnverziehungen, Baustellenfahrzeugen und Arbeitern und durch Anpassung der Geschwindigkeiten reagieren." Die Geschwindigkeit in Baustellen sei ohnehin auf maximal 30 km/h begrenzt. "Unfälle in Baustellen entstehen daher häufig durch unaufmerksame Fahrzeugführer oder unangepasste Geschwindigkeit", so Apsel. Im konkreten Fall wird die Stadt bei den Unfällen an der Opladener Straße zunächst einmal als Unfallverursacherin geführt, wie die Pressestellestelle der Kreispolizei Mettmann erklärte.

Text: Marjana Kriznik/Quelle: Kreispolizei Mettmann

Foto: Patrick Schüller