Zwischen Text, Körper und Raum: Helen Brecht erhält KHM-Förderpreis 2026
Die Künstlerin Helen Brecht wird mit dem KHM-Förderpreis für FLINTA* 2026 ausgezeichnet. Ihre Ausstellung „Liegenschaften“ ist vom 10. Mai bis 6. September 2026 im Museum Morsbroich zu sehen und eröffnet im Rahmen der Morsbroicher Kunsttage zum 75-jährigen Jubiläum des Hauses.
Helen Brecht, 1987 geboren und in Köln tätig, arbeitet genreübergreifend zwischen Literatur, bildender Kunst, Performance und Wissenschaft. Im Zentrum ihrer Praxis stehen textbasierte Arbeiten, die sich mit queer-feministischen Fragestellungen sowie mit Verletzlichkeit als individueller und gesellschaftlicher Kategorie befassen. Text fungiert dabei als performatives Material, das in Beziehung zu Raum, Zeit und Körper tritt. »Meine Arbeit lässt sich keinem Genre zuordnen, ist vielleicht Literatur, vielleicht bildende Kunst, vielleicht Performance, vielleicht Wissenschaft. Vielleicht ist das ›vielleicht‹ – der Schwebezustand – das, was meine Arbeit fasst.« , beschreibt die Künstlerin.
Die Ausstellung versammelt mehrere Werkkomplexe aus den vergangenen drei Jahren, darunter Installationen, Textgrafiken sowie Audio- und Videoarbeiten.
Der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis wird seit 2020 in Kooperation zwischen der Kunsthochschule für Medien Köln und dem Museum Morsbroich vergeben und richtet sich an Nachwuchskünstlerinnen an der Schwelle zum freien Markt.
Ein Künstlerinnengespräch mit Brecht und Kuratorin Thekla Zell findet am Eröffnungstag statt; der Eintritt ist frei.
Parallel ist im Museum die Schau „Chained to the Rhythm. Von Mensch und Natur“ zu sehen.
Mehr Informationen unter www.morsbroich.de.
Quelle: Museum Morsbroich, Symbolfoto: AK, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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