Zwischen Asphalt und Vorurteil: Neue Taubenhilfe will Leverkusen wachrütteln

Sie gehören zum Stadtbild – und doch werden sie oft übersehen oder missverstanden: Stadttauben. In Leverkusen soll sich das ändern. Für das Frühjahr 2026 ist die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Taubenhilfe Leverkusen“ geplant. Ziel ist es, das emotional aufgeladene Thema Stadttauben sachlich, tierschutzorientiert und nachhaltig anzugehen, beschreibt der Initiator Jean-Paul Hesse. 

 

Denn was viele nicht wissen: Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern Nachkommen ehemals vom Menschen gezüchteter und gehaltener Haustauben. Sie sind an das Leben in menschlicher Obhut angepasst und können in der Stadt nur schwer ohne Unterstützung überleben. Hunger, Krankheiten, Verletzungen und fehlende Rückzugsorte gehören für viele Tiere zum Alltag. Gleichzeitig stehen Städte vor der Herausforderung wachsender Taubenpopulationen – ein Konflikt, der nach durchdachten Lösungen verlangt.

 

Auch in Leverkusen sind die Stadttauben an vielen Orten gefährdet, weiß Jean-Paul Hesse zu berichten: "Konkret kann man sich auf den Stadtteil Wiesdorf beziehen, aufgrund der Vergrähmung durch die ganzen Spikes z.B. in den Luminaden aber auch am Busbahnhof. Die Tauben haben da halt keinen Unterschlupf. Gerade auch bei Spikes ist das Problem, dass Tauben diese gerne zum Nestbau nutzen, die Verletzungsgefahr aber einfach riesig ist."

 

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Genau hier setzt die Taubenhilfe Leverkusen an. Der geplante Verein möchte aufklären, informieren und praktische Wege aufzeigen, wie Tierschutz und verantwortungsvolle Populationsregulierung zusammengehen können. Zu den zentralen Schwerpunkten zählen sachliche Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung über Herkunft und Bedürfnisse der Tiere sowie der Einsatz für betreute Taubenhäuser und Taubenschläge. Diese gelten als tierschutzgerechte Maßnahme, da sie kontrollierte Brutplätze bieten und durch Eiertausch eine sanfte Populationskontrolle ermöglichen. Perspektivisch ist zudem aktive Hilfe für verletzte oder geschwächte Stadttauben vorgesehen.

 

Noch befindet sich das Projekt in der Aufbauphase. Gesucht werden engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus Leverkusen, die sich für einen respektvollen Umgang mit den Stadttieren einsetzen möchten.

 

Die Vereinsgründung wird aktuell privat vorbereitet, unter anderem durch eine laufende Spendensammlung zur Finanzierung der ersten Schritte unter www.gofundme.com.

 

Weitere Informationen stellt der Initiator auf Anfrage zur Verfügung. Die Kontaktdaten und viele Infos über Stadttauben gibt es auf der Website: https://www.taubenhilfe-leverkusen.de 

 

Infos: Jean-Paul Hesse, Foto: by Manfred Richter from Pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

  

Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/

 


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