Wasser wird knapp: Wupperverband reduziert Abgabe aus Wupper-Talsperre

Frühjahrsdürre bringt niedrigsten Füllstand seit Jahren – Folgen für Fluss und Umwelt möglich

Die Wupper-Talsperre, als größte Brauchwassertalsperre im Wuppergebiet, startet mit einem deutlich zu niedrigen Füllstand in das Frühjahr 2025. Grund dafür ist die außergewöhnlich lange Trockenperiode von Februar bis April, die zu den drei trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen an der Bever-Talsperre vor 118 Jahren zählt.

Statt der üblichen 90 Prozent liegt der aktuelle Füllstand bei lediglich 47 Prozent, was rund 11,8 Millionen Kubikmeter Wasser entspricht. Der Normalwert zu dieser Jahreszeit wäre etwa doppelt so hoch.

 

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Effiziente Nutzung ist jetzt das Sprichwort

Um auf die angespannte Wasserlage zu reagieren, hat der Wupperverband nun die Wasserabgabe aus der Talsperre an den Fluss angepasst. Am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal fließen in Trockenphasen künftig nur noch 3.000 Liter pro Sekunde500 Liter weniger als bisher. Ziel ist es, den verbliebenen Wasservorrat über die kommenden Monate möglichst effizient zu nutzen und eine Basis für die Niedrigwasseraufhöhung im Sommer zu sichern.

Schon in den Dürrejahren 2022 und 2023 wurde diese reduzierte Wasserführung testweise erprobt – laut bisherigen Studien ohne gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem der Wupper.

 

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Die Zukunft wird es zeigen

Dennoch wird der Verband die Lage aufmerksam begleiten: Ein engmaschiges Gewässermonitoring überprüft regelmäßig die Wasserqualität und die Auswirkungen auf Gewässerorganismen. Bei auffälligen Veränderungen kann die Wasserabgabe kurzfristig wieder auf den ursprünglichen Wert von 3.500 Litern pro Sekunde erhöht werden. Die Bezirksregierung Köln hat dieser Vorgehensweise bereits offiziell zugestimmt.

Sollte sich die Trockenheit im Laufe des Sommers weiter verschärfen, könnte eine weitere Anpassung der Talsperrensteuerung nötig werden – auch bei anderen Talsperren im Wuppergebiet.

Die Entwicklung an der Wupper-Talsperre zeigt, wie sensibel unsere Wasserreserven auf klimatische Veränderungen reagieren. Der Umgang mit Niedrigwasserphasen wird zur zentralen Herausforderung für den Sommer 2025.

 

Quelle: Wupperverband

 


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