Warum geht am Bayer-Kreuz immer Punkt 21 Uhr das Licht aus?
24.03.2026Es ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Region: das leuchtende Kreuz der Bayer AG über Leverkusen. Doch jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst passiert etwas Ungewöhnliches: Punkt 21 Uhr wird es dunkel.
Der Grund liegt nicht in Technik oder Energieeinsparung, sondern am Himmel. Während der Zugvogel-Saison wird das 51 Meter große Bayer-Kreuz nachts abgeschaltet, in der Regel zwischen 21 und 4 Uhr. Ziel ist der Schutz der Tiere: Das starke Licht könnte Zugvögel irritieren und von ihrer Route abbringen.
Dabei ist das Kreuz mehr als nur Werbung. Seit seiner Einweihung 1958 gilt es als „Kathedrale“ der Stadt, vergleichbar mit dem Dom in Köln. Mit einem Durchmesser von 51 Metern, getragen von zwei 120 Meter hohen Masten und heute beleuchtet durch moderne LED-Technik, soll es bis heute die größte Leuchtreklame der Welt sein.
Umso auffälliger ist sein Verschwinden zur Nachtzeit. Doch die Dunkelheit ist nur vorübergehend und bewusst gewählt. Denn wenn das Licht ausgeht, haben die Zugvögel freie Bahn auf ihrem Weg in den Süden.
Bericht: Bettina Lyko, Video: MW
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