Vor Ratsentscheidung: CDU Leverkusen wirbt bei Monheimer Parteikollegen für Bayer-04-Campus
Kurz vor der heutigen (15. Juli 2026) Beratung im Monheimer Stadtrat über den Antrag zur Einleitung eines vorhabenbezogenen Bauleitplanverfahrens für den geplanten Bayer-04-Campus hat sich die CDU-Fraktion aus Leverkusen mit einem offenen Brief an ihre Parteikollegen in Monheim gewandt. Darin wirbt sie eindringlich für die Zustimmung zu dem Vorhaben und fordert einen gemeinsamen Blick auf dessen Chancen.
Die Leverkusener Christdemokraten betonen: „Als CDU-Fraktion Leverkusen sprechen wir uns klar für die Realisierung des geplanten Bayer 04 Campus aus. Nicht allein, weil Bayer 04 untrennbar mit unserer Stadt verbunden ist, sondern weil wir überzeugt sind, dass dieses Vorhaben einen Mehrwert für Monheim, Leverkusen und die gesamte Region schaffen kann.“
Zur Begründung verweist die Fraktion darauf, dass der Campus „keine beliebige Erweiterung eines Bundesligisten“ sei. Vielmehr gehe es um die langfristige Sicherung des Nachwuchsleistungszentrums und der Trainingsinfrastruktur. Hintergrund sei der Ausbau der A1, durch den bestehende Trainingsflächen und Funktionsgebäude in Leverkusen künftig erheblich beeinträchtigt würden.
Zugleich macht die CDU Leverkusen deutlich, dass der Verein über Jahre verschiedene Standorte geprüft habe. Man hätte sich zwar gewünscht, das Projekt in Leverkusen zu realisieren, dies sei jedoch aus planungsrechtlichen Gründen nicht möglich gewesen. Deshalb müsse der Campus „nicht allein aus kommunaler Perspektive, sondern als regionale Zukunftsaufgabe“ betrachtet werden.
In dem Schreiben hebt die Fraktion außerdem hervor, dass Bayer 04 seine ursprünglichen Planungen nach Kritik deutlich überarbeitet habe. Genannt werden unter anderem eine erhebliche Verkleinerung der Fläche, weniger Trainingsplätze, größere Abstände zur Wohnbebauung sowie zusätzliche Maßnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz. Auch die Konzepte zu Verkehr, Beleuchtung, Energieversorgung und Freiraumgestaltung seien überarbeitet und durch Fachgutachten begleitet worden.
Als weitere Argumente führen die Leverkusener Christdemokraten an, der Campus werde privat finanziert und belaste die kommunalen Haushalte nicht. Zudem entstünden Arbeitsplätze, Aufträge für Unternehmen aus der Region und zusätzliche Wertschöpfung. Geplant seien außerdem Investitionen in nachhaltige Energieversorgung sowie neue Geh-, Lauf- und Radwege und Angebote für Schulen und Vereine.
Besonders unterstreicht die CDU Leverkusen die Bedeutung des Fußball-Bundesligisten für die Region: „Bayer 04 ist ein internationaler Botschafter für unsere Region, ein bedeutender Arbeitgeber, ein wichtiger Ausbildungsstandort und seit Jahrzehnten Motor erfolgreicher Nachwuchsförderung.“
Gleichzeitig räumt die Fraktion ein, dass Fragen des Natur-, Umwelt- und Artenschutzes sowie Auswirkungen auf Verkehr und Nachbarschaft sorgfältig berücksichtigt werden müssten. Diese Aspekte sollten jedoch „Anlass sein, das Projekt gemeinsam weiterzuentwickeln – nicht, seine grundsätzliche Realisierung infrage zu stellen.“
Abschließend richtet die CDU Leverkusen einen Appell an die Monheimer Parteikollegen: „Deshalb möchten wir Sie herzlich bitten, Ihre bisherige Haltung noch einmal zu überdenken. Nicht mit dem Ziel, berechtigte Anforderungen aufzugeben, sondern mit der Bereitschaft, gemeinsam einen Weg zu finden, der sowohl den Interessen der Bürgerinnen und Bürger Monheims als auch den Zukunftsperspektiven von Bayer 04 und unserer Region gerecht wird.“
Wer die heutige Enstscheidung in der Ratsssitzung gern live mitverfolgen möchte, kann die politische Debatte auf der Seite der Stadt Monheim im Rats-TV mitschauen.
Quelle: CDU Leverkusen, Symbolfoto: pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL mit Hilfe von KI
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