Starker Auftakt für neue Allianz: Netzwerkpartner der GeKo Rhein-Wupper rücken enger zusammen
Die Städte Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld bauen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen Missbrauch und organisierte Kriminalität deutlich aus. Im Wuppertaler Rathaus kamen am 14. April 2026 erstmals zahlreiche Behörden zum Auftakttreffen der neuen Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo) zusammen.
Hintergrund: Die GeKo ist eine interkommunale Koordinierungsstelle, die Behörden und Kommunen vernetzt, um vor allem Sozialleistungsmissbrauch, illegale Strukturen und problematische Immobilienentwicklungen effektiver zu bekämpfen. Ziel ist es, Informationen besser zu bündeln, gemeinsame Strategien zu entwickeln und präventiv wie repressiv gegen Missstände vorzugehen.
Bei dem Treffen stellten die fünf Städte ihr Konzept vor und stießen auf breite Unterstützung. Neben Polizei, Landes- und Bundeskriminalamt beteiligten sich auch Zoll, Staatsanwaltschaft, Jobcenter und weitere Institutionen. Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Wir wollen aktiv werden. Und das geht noch besser, wenn wir Sie als zuverlässige Kooperationspartner zum einen in Alltagsprozessen, aber zum anderen auch für spezielle Projekte gewinnen können.“
Für Leverkusen zeigt sich der Nutzen der Kooperation bereits konkret: Am Morgen des 15. April 2026 kontrollierte die Stadt mehrere Wohnanschriften und stellte dabei unter anderem Fälle von Scheinanmeldungen fest. Solche Maßnahmen sind Teil der gemeinsamen Strategie, etwa gegen Leistungsbetrug, Scheinaufenthalte oder dubiose Geschäftsmodelle vorzugehen.
GeKo-Geschäftsführer Stefan Grawe hob hervor, dass die Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Strukturen Vorteile bringt: „Wir Städte müssen uns hinterfragen, an welchen Stellschrauben wir intern drehen müssen, aber wir wollen voneinander lernen. Und - das Gute - wir können auch voneinander lernen.“ Künftig sollen Arbeitskreise Wissen bündeln und Maßnahmen abstimmen: „Wir werden uns in Arbeitskreisen zusammentun, Expertenwissen und Fachlichkeit teilen, dadurch Synergien finden und ein neues Netzwerk pflegen, das unabhängig von einzelnen Personen agieren muss“.
Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel sieht in der Vernetzung einen entscheidenden Ansatz: „Die städteübergreifende Vernetzung ist die einzig sinnvolle Möglichkeit, auf kommunaler Ebene negativen Entwicklungen vorzubeugen und präventiv zu handeln. Die Tätergruppen machen ja auch nicht vor Stadtgrenzen und Ländergrenzen halt. Leistungsmissbrauch zu Lasten der Kommunalfinanzen vorzubeugen ist daher ein Ansatz, der uns allen weiterhelfen kann.“
Langfristig setzt die GeKo vor allem auf Prävention, etwa durch das frühzeitige Erkennen von Falschanmeldungen oder missbräuchlichen Strukturen. Kurzfristig stehen jedoch auch verstärkte Kontrollen im Fokus. Die beteiligten Städte signalisierten zum Auftakt einhellige Unterstützung und rechnen damit, dass sich weitere Kommunen dem Netzwerk anschließen.
Quelle: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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