Stadt und Polizei kontrollieren Verkehr vor Leverkusener Schulen
Kontrollen reichen nicht, auch Schülerstimmen zählen
Damit Kinder sicher zur Schule kommen, verstärken Stadt Leverkusen und Polizei in dieser Woche die Kontrollen im Umfeld mehrerer Schulen. Hintergrund sind zahlreiche Rückmeldungen von Eltern, die auf gefährliche Situationen im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr hinweisen.
Im Fokus stehen sowohl parkende als auch fahrende Fahrzeuge. Kontrolliert wird unter anderem, ob Autos Gehwege zustellen, Einfahrten oder Kreuzungen blockieren oder Halteverbote missachten. Zusätzlich achtet die Polizei verstärkt auf den fließenden Verkehr, etwa auf zu hohe Geschwindigkeiten in Tempo-30-Bereichen und das Verhalten an Zebrastreifen.
Doch nicht nur Eltern und Behörden sollten einbezogen werden, auch die Schülerinnen und Schüler selbst könnten stärker gehört werden. Schließlich sind sie täglich den Verkehrssituationen ausgesetzt. So hat sich ein Schüler gemeldet, der nicht nachvollziehen kann, warum an der Bismarckstraße auf Höhe der Haltestelle Konrad-Adenauer-Platz kein Zebrastreifen für eine sichere Querung existiert.
Für ihn gehört zur Schulwegsicherheit außerdem eine gute Radinfrastruktur. Er kritisiert den Zustand mancher Fahrradwege, die teilweise stark beschädigt seien. Solche Hinweise aus Sicht der Betroffenen könnten helfen, Gefahrenstellen gezielter zu erkennen und langfristig zu verbessern.
Mit der gemeinsamen Aktion von Verkehrsüberwachung, Ordnungsdienst und Polizei will die Stadt kurzfristig für mehr Rücksicht im Straßenverkehr sorgen. Langfristig könnten die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen dazu beitragen, Schulwege insgesamt sicherer zu gestalten.
Bericht: Bettina Lyko, Fotos: M.W.
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