Stadt Leverkusen lässt Autobahnausbau wissenschaftlich prüfen

Die Stadt Leverkusen hat ein unabhängiges Gutachten zu den Folgen des geplanten Ausbaus der Autobahnen A1 und A3 in Auftrag gegeben. Mit der Untersuchung wurde die Technische Universität Wien beauftragt. Ziel ist es, die Auswirkungen des Bauvorhabens auf Umwelt, Klima, Gesundheit und Stadtentwicklung umfassend zu bewerten.

 

Grundlage für den Auftrag ist ein 13-Punkte-Beschluss des Stadtrates aus dem Februar 2023. Das Gutachten soll unter anderem klären, welche sozioökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Folgen der Autobahnausbau für das Stadtgebiet hätte und ob Leverkusen seine Klimaziele bei Umsetzung der aktuellen Ausbaupläne weiterhin erreichen könnte. Die Ergebnisse sollen in das bevorstehende Planfeststellungsverfahren einfließen.

 

Hintergrund  ist die Planung der Autobahn GmbH, die Autobahn im Bauabschnitt 2 (Ausbau der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen mit dem Schwerpunkt Stelzenbrücke) und Bauabschnitt 3 (Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen mit dem Schwerpunkt Ausbau des Autobahnkreuzes Leverkusen) umfassend auszubauen. Die Stadt lehnt den derzeit vorgesehenen Ausbau in seiner Dimension ab und hält es für erforderlich, die Planung fachlich zu überprüfen.

 

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Im Gutachten sollen unter anderem die Folgen für Umwelt und Stadtökologie, Klima und Luftqualität, Lärm- und Gesundheitsbelastungen sowie Beeinträchtigungen während der Bauzeit systematisch untersucht werden. Diese Auswirkungen sollen den vom Bundesverkehrsministerium kalkulierten Baukosten gegenübergestellt werden. Zudem soll geprüft werden, ob der Ausbau in der geplanten Form notwendig und verhältnismäßig ist oder ob ein kleinerer, stadtverträglicherer Ausbau die verkehrlichen Ziele ebenfalls erreichen könnte.

 

Mit der Studie will die Stadt eine belastbare fachliche Grundlage schaffen, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im weiteren Verfahren fundiert vertreten zu können. Die Ergebnisse des Gutachtens werden für Ende dieses Jahres erwartet.

 

Infos: Stadt Leverkusen, Foto + Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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